Kleine Farbenlehre

am 22. Februar 2010

„Rot, Rot, Rot ist meine liebste Farbe.
Grün, Grün, Grün das lieb ich halt so sehr.
Grau, Grau, Grau ist alles was ich habe ,
und was Schwarz ist, geb ich nicht mehr her!“

Das Buch der Weisheit über die richtige Kombination von Farben in der Mode hat für den männlichen Otto-Normalträger ja zumeist so viele Siegel, wie der Regenbogen Farben: Sieben. Zuviel ist bei farbiger Kleidung oft zu bunt, zu wenig ist zu blass. Und wer mit grauem Anzug, weißem Hemd und zurückhaltender Krawatte regelmäßig auf Nummer Sicher geht, gilt rasch als „Graues Mäuschen“. Und welcher Mann ist gerne eine Maus.

Dabei kann bereits die laienhafte Kenntnis über die Lehre der Farben und einige simple Regeln zur deren Kombination schnelle Abhilfe schaffen im tristen Kleidungseinerlei. Unser Herrenmode Blog gibt Ihnen die passenden Tipps. Lassen sie sich inspirieren, bringen Sie Farbe in die modische Grundausstattung in Ihrem perfekten Kleiderschrank und finden sie heraus, wie sie ihre Lieblingsfarbe am besten tragen können/sollten.

Die Farben

Bunt vs. Unbunt
Zunächst einmal unterscheidet man zwischen bunten und unbunten Farben. Erstere sind die Primärfarben gelb, rot und blau, sowie die sich aus ihren Mischungen ergebenden Farben: Grün, Violett, Orange. Als unbunt bezeichnet man Schwarz und Weiß und alle ihre Schattierungen (Grautöne).

Neutralfarben
Unbunte Farben: Neutralfarben

Farben vs. Neutrale

Randnotiz:Neutrale Farben sollten immer gegensätzlich zur Haut- und Haarfarbe gewählt werden. Je dunkler diese desto heller der neutrale Ton und umgekehrt.

Natürlich lassen sich bunte und unbunte Farben mischen. Je nachdem was anteilsmäßig überwiegt, entstehen so Farben oder neutrale Töne. Farben haben einen hohen Anteil bunter Töne, zum Beispiel Rosa, das aus Rot und einem kleinen Anteil Weiß besteht. Neutrale Farben haben dagegen einen hohen Anteil unbunter Töne, also weiß oder schwarz. Wie etwa Braun, welches aus Schwarz mit einem kleinen Anteil Rot gemischt wird.

Klar vs. Gedeckt

Randnotiz:Dunkle Typen (Haare, Hautfarbe) sollten immer zu klaren Farben greifen, helle Typen eher zu Gedeckten.

Jede bunte Farbe hat zunächst einen klaren Ton. Wird sie jedoch mit einem anderen neutralen Ton gemischt, also dem aus dem sie ursprünglich gemischt wurde, entstehen gedeckte Töne. Sie sind weniger leuchtend und intensiv, wie Pastelltöne oder Farben, die einen leichten Grauschleier aufweisen. Je höher also der Neutralanteil desto gedeckter ist die Farbe.

Die Regeln

Regel 1: Der Mensch selbst besteht überwiegend aus neutralen Farben. Als Kontrast bietet es sich daher an, farbige Kleidungsstücke dort einzusetzen, wo der Körper sichtbar ist. Wie zum Beispiel ein bunter Herren Pullover, der einen Ausgleich zum Gesicht und den Händen bildet.

Regel 2: Wenn eine Körperhälfte großflächig mit einer Farbe bedeckt ist, sollte die andere Körperhälfte wieder einen Ausgleich bilden. Im Falle des bunten Pullover könnte man nun eine graue Hose dazu kombinieren.

Regel 3: Große Tonwertunterschiede bei knalligen Farben sind sehr auffällig. Häufig verstärken sich die beiden Farben in ihrer Erscheinung noch gegenseitig. Schwarz zu leuchtendem Gelb ist daher eher ungünstig; entweder man greift zu einem gedeckten Gelb oder, wenn man eigentlich ein Typ für klare Farben ist, wählt man einen dunkleren Ton, wie mittel- bis dunkelblau, grün oder bordeaux-rot.

Regel 4: Will man zwei knalligen Farben kombinieren, wählt man diese am besten aus derselben Farbfamilie oder Komplementärfarben in zwei unterschiedlichen Helligkeitsabstufungen. Das heisst, wenn die Accesoires zum dem bunten Pullover den Farbton nicht aufgreifen sollen, sollten sie ihn zumindest komplementieren.

Regel 5: Gemusterte Kleidungsstücke lieber akzentuiert zu unifarbenen Teilen kombinieren, wobei eines davon eine der im Muster enthaltenen Farben aufgreifen sollte.

Neutralfarben
Gegenüberliegende Farben sind komplementär

Autor: NaF

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