Kragenformen

am 8. März 2010

Hemdkragen mit Erklärung
Der Hemdkragen

Welchen Kragen kann ich tragen? Im Laufe der Entwicklung des Hemdes hat sich eine ganze Flut von Kragenformen etabliert. Da fällt es gelegentlich schwer den Überblick zu behalten. Zumal mit jeder Kragenform weitere Fragen aufkommen: Welcher Kragen passt zu mir? Welche Krawatte zu welchem Kragen? Welcher Knoten zu welcher Krawatte? Verständlich, dass die morgendliche Stimmung vor dem Kleiderschank dabei schnell von Lust zu Frust umschwenkt. Insbesondere, wenn man es eigentlich eilig hat und rechtzeitig im Büro ankommen muss.

Als kleine Einstiegshilfe in einen entspannten Bürotag haben wir vom Herrenausstatter Herrenmode Blog Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Kragenformen erstellt, dazu Tipps zur passenden Krawatte und Knoten:

Button-Down
In den USA auch „Soft Roll Collar“ genannt, hat er dort ja auch seinen Ursprung. Die Schenkel werden mit weichen Einlagen verarbeitet, damit sie sich weich „rollen“. Sie werden am Hemd angeknöpft. Diese Kragenvariante wird in der Regel nicht zum Anzug oder zweireihigen Sakko getragen. In Europa bevorzugt man eine kleinere Ausgabe, zu der man auch Krawatte trägt. Die Italiener im Speziellen statten diesen Kragen gerne mit zwei Schließknöpfen aus.

Empfohlener Krawattenknoten: Grundsätzlich kleine Krawattenknoten, in der italienischen Variante aber eher dicke Krawattenknoten.

Clubkragen
Die seltene Variante des „Pin Collar“ (s.u.), mit abgerundeten Ecken.

Empfohlener Krawattenknoten: schmaler Knoten.

Haifisch
(aka Cutaway-Kragen) ist ein hoher modischer Kragen mit weit gespreizten Flügeln. Durch die weite Öffnung eignet sich der Kragen, je nach Höhe, auch für breitere Knoten. Die klassische Empfehlung ist ein Windsorknoten, doch ein einfacher Knoten wirkt häufig eleganter.

Empfohlener Krawattenknoten: Einfacher Knoten, je weiter jedoch die Spreizung desto voluminöser darf der Krawattenknoten ausfallen.

Kent
Auch bekannt als Klapp- oder Umlegekragen, mit einem großen Umschlagkragen mit langen Schenkeln und einem Knopf. Geeignet für förmliche Anlässe. Der Krawattenknoten darf nicht zu groß ausfallen.

Empfohlener Krawattenknoten: Einfacher Krawattenknoten

Pin Collar
Zu Deutsch: Nadel-Kragen. Wie der Name bereits verrät, wird hier der Kragenschenkel durch eine Nadel zusammengezogen. Dieser Kragen wird niemals ohne Binder (also Krawatte oder Fliege) getragen. Mit abgerundeten Enden wird der Pin Collar selten angetroffen.

Empfohlener Krawattenknoten: Schmale Knoten

Spitzkragen
Der Spitzkragen ist heute nicht mehr gebräuchlich, da er durch den „Cutaway“ (s. Haifisch-Kragen) abgelöst worden ist. Seine Form erinnert an einen Kentkragen. Bei der sehr engen Spreizung wurde er nur mit schmalen Krawatten oder Fliege getragen.

Empfohlener Krawattenknoten: Einfacher Knoten bei schmaler Krawatte

Stehkragen
Im deutschsprachigen Raum auch „Vatermörder“ genannt. Er ist hoch geschnitten und vorne offen. Früher wurde er separat auf das sonst kragenlose Hemd angeknöpft. Heutzutage findet man ihn wenn auch als festes Hemdbestandteil. Im Gegensatz zu allen anderen Kragenformen wird er nicht umgeklappt. Eine mögliche Krawatte wird dadurch nicht verdeckt. Mit dem Kläppchenkragen (Kragenspitzen vorne umgeklappt) wird er heute gelegentlich nur noch zum Frack getragen.

Empfohlener Krawattenknoten: Einfacher Knoten

Tab
Der Tab-Kragens hat eine sehr enge Spreizung, die eine entsprechend schmale Krawatte mit einem kleinen Knoten verlangt. Die weichen Kragenenden (Kragenschenkel) werden unter dem Krawattenknoten mit einem Stoffriegel und Druckknopf zusammengehalten. Der Kragen wirkt sehr förmlich, da der Knoten aufgrund der Formgebung exakt in der Mitte sitzt.

Empfohlener Krawattenknoten: Sehr schmale Krawatten und ein kleiner Knoten.

Winchester
Wird auch Kontrastkragen genannt, da es sich um einen weißen Kragen handelt, der an Hemden mit farbigem Körper appliziert ist.

Empfohlener Krawattenknoten: Einfacher Knoten.

Autor: NaF


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