März: Tommy Hilfiger

am 1. April 2010

Sein Name ist der modische Inbegriff des All- American Styles. Wer an Tommy Hilfiger denkt, denkt an die Farben der amerikanischen Flagge: Rot, Blau und Weiß. Der denkt an die amerikanische „Uniform“: Jeans und Shirts. Doch das vielleicht amerikanischste an ihm ist nicht sein Stil, sondern die Geschichte seines Erfolgs: Vom einfachen Jeansverkäufer zum Millionär…

…1969 entschied sich der damals gerade einmal 18-Jährige Thomas Jacob Hilfiger für den Handel. Entgegen der Wünsche seiner Eltern, die ihn lieber als College geschickt hätten. Doch weder studierte Hilfiger, noch machte er eine Ausbildung im Designbereich. Stattdessen begann er Jeans in New York zu kaufen, die er nach seinen Vorstellungen veränderte und dann in einer kleinen Boutique in seiner Heimatstadt Elmira weiterverkaufte. „People’s Place“, so der Name, hatte er selbst mit zwei Freunden eröffnet. Mit gerade einmal 150 Dollar Startkapital pro Person. Sechs Jahre lang war das kleine Geschäft der In-Treff der Jugend von Elmira.

Nach dem Ende von „People’s Place“ zog es Hilfiger dann nach New York. Mit ganzer Energie und Konzentration widmete er sich dort mehr und mehr der kreative Arbeit als Designer. Zu diesem Zeitpunkt war Hilfiger praktisch insolvent. Dennoch lehnte er Angebote von Calvin Klein und Perry Ellis, ihn als Design-Assistent zu unterstützen, ab. Vielleicht hätten ihn die Menschen damals als stur bezeichnet, doch heute ist Tommy Hilfiger, neben Clavin Klein, die stärkste Marke des Modekonzern Phillip Van Heusen.

Poloshirt von Tommy Hilfiger
Typisch Tommy!

Dieser Aufstieg begann 1984, als Tommy Hilfiger die Tommy Hilfiger Corporation gründete und fortan seinen Namen zur Marke ausbaute. Kaum sechs Jahre später erreichte der Umsatz die 25- Millionen Dollar grenzen und überall auf der Welt trugen Menschen Hilfiger Shirts in dunkelblau, rot und weiß. Wie zum Beispiel der amerikanische Rapper Snooop Dog. Der einmal ein T-Shirt von Hilfiger in einer TV-Show trug und damit den erste große Run auf die Marke auslöste. Und da zeigte sich schnell, dass Hilfiger auch ein guter Geschäftsmann ist. Spürte er doch die Trends, bevor sie sich selbst zu spüren schienen. Jedenfalls folgte Snoop Dogs Aufritt prompt eine Kollektion von Jeans und Shirts im XXL-Look, jenem Stil der in der HipHop-Szene besonders angesagt war.

Auch wenn er den Geschäftsmann in sich wohl nie ganz ablegen kann, konzentriert sich Hilfiger seit 2005 wieder mehr auf das Design. Dafür verkaufte er seine, trotz des Erfolgs der Marke, finanziell angeschlagene Firma. Und auch modisch zieht es Tommy Hilfiger nun in andere Richtungen. Aktuell möchte man meinen an einen Strand von Neu-England. Denn seine neue Kollektion wirkt sehr leicht, frisch und irgendwie ein bisschen sophisticated Maritim. Auch wenn sie natürlich wie immer in den Nationalfarben des All-American-Style: Rot, Weiß und Blau daherkommt.

Autor: NaF


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