Ringelrei(h)en für Männer

am 16. April 2010

Objekt der Woche: Das Ringelshirt

Wenn es sich nicht um ein Shirt handeln würde, könnte man es beinahe als einen alten Hut bezeichnen. Ja, irgendwie ist es jedes Jahr wieder im Trend. Aber das zeigt einfach nur, wie schön, zeitlos und anpassungsfähig es ist: Das Ringelshirt. Es macht einfach jeden Mann zum bestgekleideten „Matrosen“.

Ursprünglich wurde das Ringelshirt bretonisches Hemd genannt. Unschwer daraus abzuleiten, wo der modische Evergreen damit seinen Ursprung hat. 1858 führte die französische Marine das Hemd für ihre Soldaten ein. Matrosen, die damit über Bord gingen, sollten so leichter gefunden werden. Grundsätzlich wäre es auch wirklich schade, Männer in diesen Shirts zu übersehen. Zum wahren Must-Have der Mode entwickelte sich das Hemd aus Baumwolle aber erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die legendäre Modeschöpferin Coco Chanel führte es zuerst in ihrer Haute Couture ein, später machten es die berühmten Schauspieler damaligen Zeit durch ihre Filme massentauglich.

Seither hat sich an dem Look des Ringelshirts fast nichts verändert. Aber das ist auch gar nicht nötig. In der klassischen Form mit den dunkelblauen Streifen auf weißem Grund (das Original hielt es dabei eigentlich genau andersherum!) steht dieses Shirt praktisch jedem Typ. Das wusste schon Tommy Hilfiger, der die Kombination aus Blau und Weiß zu seinem Markenzeichen erhob. Egal ob helle oder dunkle Haut; rote, blonde, braune oder schwarze Haare. Je nachdem müssen Sie lediglich ein wenig mit den Farbanteilen variieren. Helle Typen sollten also eher zu den Pullis mit blauem Grund und schmalen weißen Streifen greifen. Dunkle Typen dürfen dagegen ruhig einen hohen Weißanteil auftragen. Falls Sie optisch irgendwie dazwischen liegen: Gratulation, Sie haben die bekannte Qual der freien Wahl.

Hellbraune Slipper aus Velourleder von Fred Perry
Hellbraune Slipper aus Velourleder von Fred Perry

Am einfachsten lässt sich dieses Shirt natürlich zum maritimen Look kombinieren. Egal ob als Langarmshirt oder Polohemd, mit oder ohne Kragen. Tragen sie es einfach mit ein paar Shorts und Loafers oder Slipper. Aber natürlich trägt es sich auch abseits von größeren Gewässern ganz hervorragend und unkompliziert. Zum Beispiel zu Jeans und Sneakern, unter einer braunen Lederjacke oder zu einer Cordhose. Ganz gleich wie sie es anstellen ihr Eindruck wird stets erfrischend sein!

Autor: NaF

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