Der passende Anzug

am 21. April 2010

Die Wahl des passenden Anzugs ist mitunter eine knifflige. Hat man erst einmal den gewünschten Dress-Code entschlüsselt, gleich ob von der Einladung zu einer Veranstaltung oder durch Beobachtung der Kollegen im Büro, bleibt immer noch die Frage, was einem selbst denn nun am besten steht. Der Eindruck, dass sich die Optik des Anzugs über die Jahrzehnte hinweg nicht verändert hat, täuscht. Es sind oft die kleinen Details, die den großen Unterschied machen. Damit Sie nicht länger grübelnd vor dem Kleiderschrank stehen, haben wir hier einmal übersichtlich zusammengetragen, welche Details für Sie den Unterschied machen könnten.

Anzug, schwarz, Herrenanzug

Sie sind … klein?
Auch wenn es paradox klingt, machen Sie sich schmal! Tragen Sie schmal geschnittene Anzüge und schmale Krawatten. Setzten Sie zusätzlich auf den Effekt vertikaler Linien. Bügelfalten und vertikale Linien empfiehlt bereits der Kaufberater für die passende Hose. Beim Anzug wird dieser Gedanke im Jackett mit hohen, spitzen Revers und tief sitzenden Knöpfen fortgesetzt. Achten Sie jedoch darauf, dass ihr Jackett nicht zu lang ist, sonst wirken die Beine kürzer. Ihre Arme werden optisch ein wenig gestreckt, wenn Sie zusätzlich ihre Manschettenknöpfe zeigen. Tragen Sie elegante, schlanke Schuhe zu ihren Anzügen, alles andere wirkt bei schmalen Anzügen zu klobig.

Grundsätzlich vermeiden sollten Sie horizontale Linien jeder Art. Dazu zählen Umschläge, auffällige Gürtel, Querstreifen im Stoffmuster, aber auch breite Krawatten und Revers.

Kaufempfehlung: Anzüge mit schmalen Schnitten. Also schmale, am Bein entlang geschnittene Hosen; Jacketts mit spitzen, hohen Revers und tief angesetzten Knöpfen. Bei der Stoffwahl setzten Sie auf Muster mit vertikalen Linien. Die klassische Wahl sind hier die Pinstripes Designs. Dazu schmale Krawatten.

Sie sind … groß?
Querstreifen proportionieren den Körper optisch. Nutzen Sie diesen Effekt. Tragen Sie Gürtel, Krawatten mit horizontalen Streifen oder Einstecktücher. Auf Stoffmuster mit Querstreifen sollten Sie allerdings verzichten, sonst wirken Sie schnell wie ein Strafgefangener. Die Hosen sollten nicht zu schmal geschnitten sein. Umschläge an ihrem Ende verkürzen das Bein optisch. Achten Sie aber darauf, dass sie passend auf dem Schuh enden!

Farblich sollten Sie nicht zu dick auftragen. Grundsätzlich sind helle Farben, wie Sand oder Grau optimal. Vermeiden Sie auffällige Stoffdesigns, oder gar jene mit Längsstreifen. Wenn Sie Muster mögen, dann greifen Sie zu einem dezenten Glencheck.

Tragen Sie auf keinen Fall Schulterpolster. Erstens sind diese schon lange nicht mehr wirklich modern, und Zweitens ist alles was zusätzlich aufträgt Gift für ihre Optik. Sie wirken dadurch nur noch größer und breiter. Punkt zwei gilt im Übrigen auch für ihre Schuhe.

Kaufempfehlung: Anzüge deren Jacketts zwei Knöpfe haben sind optimal. Achten Sie auf ein tief geschnittenes Revers. Die Hosen sollten keine Bundfalten haben und mit einem Umschlag enden.

Sie sind …kräftig?
Sie kennen sicherlich die ungeschriebene Regel, dass Schwarz schlank macht. Dies trifft selbstverständlich auch bei Anzügen zu. Allerdings, wenn Sie nicht gerade als Bestattungsunternehmer arbeiten, empfiehlt es sich wohl kaum ständig schwarz zu tragen. Dunkle Grau- und Blautöne erfüllen dann natürlich denselben Zweck. Vermeiden sollten Sie Muster, sowohl im Anzug, als auch im Hemd.

Auch mit Streifen sollten Sie vorsichtig sein. Querstreifen machen optisch breit, wenn möglich verzichten Sie daher auf einen Gürtel. Greifen Sie lieber zu Hosenträgern. Längsstreifen sind grundsätzlich gut, sollten aber proportional gehalten sein. Zu schmale Krawatten betonen dann die Breite, anstatt optisch zu strecken.

Kaufempfehlung: Zweireiher kaschieren am besten große Bauchumfänge. Die doppelte Knopfreihe weitet den Blickpunkt am Bauch aus. Die Hosen dürfen komfortabel geschnitten sein, sollten aber nicht zu großzügig ausfallen! Kreieren Sie die Weite lieber über Bundfalten, diese strecken zudem optisch. Umschläge am Ende sollten Sie auf alle Fälle vermeiden.

Sie sind… athletisch?
Ein trainierter Oberkörper sollte sich weder in ein zu kleines Jackett zwängen, noch in einer Übergröße verstecken. Achten Sie daher darauf, dass Sie Jackett und Hose separat erwerben können, damit die beiden Kleidungsstücke optimal angepasst werden können.

Die V-Form des Oberkörpers bei trainierten Schultern wird mit einem Jackett mit zwei Knöpfen gut betont. Ein taillierter Schnitt formt zusätzlich. Sollten Sie außerdem einen kräftigen Hals haben, verzichten Sie auf extrem schmale oder breite Hemdkragen, das zieht zu sehr die Blicke an.

Die Hose sollte normal geschnitten, auf keinen Fall jedoch zu breit sein. Verzichten Sie beim Jackett auf Schulterpolster, Einstecktücher oder anderen Schnickschnack, dass wirkt schnell übertrieben. Glänzen Sie lieber mit ihrer natürlichen Breite.

Kaufempfehlung: Wie gesagt, da die Breite eines trainierten Oberkörpers nicht zwangsläufig auch in breiteren Beinen resultiert, sollten Sie beide Kleidungsstücke separat anpassen. Ein tailliertes Jackett mit zwei Knöpfen betont positiv den muskulösen Oberkörper. Dazu wählen Sie am besten eine normal geschnittene Hose, mit maximal einer Bundfalte und keinen Umschlägen.

Autor: NaF


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