April: Calvin Klein

am 30. April 2010

Die 80er- Revival- Jahre des 21. Jahrhunderts brachten uns bereits die längst tot geglaubten Leggings und Schulterpolster zurück. Passend zur aktuellen Trendfarbe Blau, dürfen wir nun auch endlich wieder unsere besten Denimstücke aus der Mottenkiste kramen. Höchste Zeit ein paar Worte über den Mann zu verlieren, der neben Tommy Hilfiger den All-American-Style prägte und dessen aufsehenerregenden Kampagnen den Erfolg der alten Arbeiterhose und dessen berühmten Werkstoffs maßgebend mit beeinflussten: Calvin Klein.

Dass Kleins Weg ihn einmal in die Modeindustrie führen würde, zeichnete sich bereits in seiner Highschool- Zeit ab. Denn die verbrachte er an keinem geringeren Ort als der High School for Art and Design. Doch, dass er später einmal der Begründer des erfolgreichsten Modeunternehmen der Welt sein würde, hätten selbst seine Lehrer wohl kaum vermutet.

Calvin Klein vielleicht schon. Der Designer ist ein Freund von klaren Linien. Sein Lebensweg war entsprechend konsequent, seine Mode puristisch. Nach der Highschool ging es ohne Umwege an das Fashion Insitute for Technology, wo er 1962 sein Studium in Bekleidungstechnik abschloss. Dann zog es ihn nach New York. Mit seinem Geschäftspartner und Kumpel Barry Schwartz gründete er 1968, nach einigen Abstechern zu anderen Modehäusern, sein Unternehmen Calvin Klein.
Zunächst produzierten sie vor allem Mäntel und Kleider für Damen. Der klare, dezente Look seiner Designs kam schnell gut an. Neben kreativem Geschick bewies Klein auch einen geschäftlichen Sinn. Frühzeitig weitete er seine Kollektionen auf Produkte wie Parfums, später auch Uhren aus. Alle unter dem Markennamen „Calvin Klein“.

Doch sein großer Coup waren seine gewagten Anzeigenkampagnen:

In den 1980er Jahren machte er mit der damals erst 15-jährigen Brooke Shields seine Jeans zum Megahit. Mit halb aufgeknöpftem Hemd und dem Slogan „Nothing comes between me and my Calvins“ („Nichts kommt zwischen mich und meine Calvins“) posierte die Schauspielerin auf Werbeplakaten in ganz Amerika.

In den 90ern war es dann Mark Wahlberg und die Calvin Klein Unterwäsche, die die USA empörte und ihre Einwohner dennoch Scharenweise in die Läden trieb.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends zog sich Klein aus dem Geschäft zurück. Zunächst verkaufte er sein Unternehmen an die Phillips- Van Heusen Corporation. Ein Jahr später gab er auch seinen Posten als Designer auf.

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