Juni: Alexander Wang

am 24. Juni 2010

Die Gentlemen der Insel hegen und pflegen den guten Stil ja bereits seit Jahrhunderten.  Jetzt aber kultiviert ein junger Amerikaner den Sinn für stilvolle Mode. Was dabei herauskommt ist ein spannender Mix aus typisch amerikanischer Sportswear, designt unter den Grundwerten klassischer Herrenmode.

Sein Name: Alexander Wang. Seine Mission: Männer wieder als Stilikonen einkleiden, nicht als Fashionvictims. Dazu entwirft der 27-Jährige mal eben die coolste Kollektion der Saison. Und schwingt sich prompt auf zum heißesten Neuzugang unter den Anwärter auf den Modethron von Designern wie Marc Jacobs und Tom Ford.
Dem Geschäftsmann Wang ist das auch nur allzu Recht. Seine Ambitionen sind in dieser Hinsicht klar definiert.

„Ich wusste am ersten Tag in der Modeschule, wo ich hin wollte“, sagt er. „Es geht doch heute nicht mehr bloß um Talent, sondern vor allem darum, wie man es einsetzt. Fashion ist keine Kunst, Fashion ist Business.“

Aber als Designer entspricht dieser Hype so gar nicht seiner Philosophie. Denn hier herrschen die Regeln der klassischen Herrenmode vor: Einfachheit, Bodenständigkeit, Klasse. Und das bei typische amerikanischer „Sportswear“. Ausgefallener Schnickschnack und übertriebene Schnitte sind ebenso tabu, wie zu viel Farbe. Und genau das macht sie so anziehend. Seine Kleidung ist reduziert auf das wesentliche: Männer gut einzukleiden.

Tragbarkeit ist ein guter Ansatz um seinen Idolen nachzueifern. Dies sind nämlich nicht die großen Namen der Laufstege von Mailand und Paris. Sondern die marktorientierten amerikanischen Erfolgsdesigner Ralph Lauren, Tommy Hilfiger oder auch Calvin Klein.

„Meine größten Idole haben eine Marke gegründet – und damit einen ganzen Lifestyle geschaffen..“

Und Wang macht seine Sache ausgesprochen gut. Zunächst vermeidet er es sich einfach mit einem neuen Logo in die alten Reihen einzugliedern. Stattdessen suchte er sich eine Marktlücke: Klassische Sportswear – freizeitorientierte Kleidung fernab von Popkultur und HipHop-Gehabe. Und füllt sie mit seinen Designs. Darüber hinaus behält er seine Ideen fest in eigener Hand. Ganz genau wie seine Idole früher. Das Geschäft bleibt in der Familie. Mutter, Schwester, Bruder, alle sind mit eingespannt in den Erfolgszug den Wang 2007 gründete und den er in dieser Saison auf ganz großen Kurs bringen will.

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