Die Brille – Die Modelle

am 27. August 2010

Die Brille, als Hilfsmittel zum Ausgleich von Fehlsichtigkeiten, wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts in Italien erfunden. Von den ersten Sehhilfen, wie dem Monokel, zu der heutigen Vielfalt an Brillengestellen war es ein langer Weg. Neben der Entwicklung hinsichtlich der Materialien für die Gestelle, waren es vor allem die Innovationen bei den Linsen, die die Brille vom Zweckobjekt zum modischen Statement wandelten.

Heute ist die Zahl der Brillenmodelle kaum zu überblicken. Dennoch haben sich einige Klassiker, besonders unter den Sonnenbrillen, bewährt. Wir listen Ihnen die bekanntesten Modelle und ihre Entstehung auf.

Brillen

Randlose Brille
Bei randlosen Brillen wird das Gestell rund um die Gläser ausgespart. Insbesondere wenn das Gestell aus sehr leichtem oder gar durchsichtigen Material hergestellt wird, entsteht so oftmals der Eindruck, der Träger hätte überhaupt keine Brille auf. Eine schöne Alternative für Menschen mit starken Sehfehlern oder empfindlichen Augen, die keine Kontaktlinsen tragen können.

Vollrandbrille
Unter die Kategorie Vollrandbrille fallen alle Brillen deren Gestell die Gläser vollständig umschließt. Die Variationen in Material und Form des Gestells scheinen hier grenzenlos. Dennoch haben insbesondere unter den Vollrandbrille einige Liebhaberstücke etabliert.

Hornbrille
Die Hornbrille hat ihren Namen von dem ursprünglich verwendeten Material Hirsch- oder Rinderhorn erhalten. Sie war besonders in den 50er und 60er Jahren beliebt und weit verbreitet. Markenzeichen dieser Modelle war die klobige und dunkelbraune Form, die auch in späteren Jahren immer wieder von der Mode aufgegriffen wurde. Dabei setzte sich der Begriff Hornbrille weiter durch, obgleich die aktuellen Modelle alle aus Kunststoff gefertigt werden.

Emobrille
Die Emo- oder auch Nerdbrille ist erst in den letzten Jahren populär geworden. Im Grunde ist es ein Sammelbegriff für alle Vollrandbrillen, deren Gestell aus schwarzem Plastik oder Kunststoff gefertigt ist. Die Größe der Brillengläser ist dagegen variabel, gemeinsam ist den Modellen, die unter diesem Begriff laufen, der markante breite Rand.

Teilrandbrille
Bei einer Teilrandbrille ist entweder der obere oder der untere Teil der Gläser freigelegt. Diese Brillenform ermöglicht es, dass die oft als störend empfundene Sichtfeldeinschränkung durch den Rahmen an einer Seite aufgehoben wird.

Sonnenbrillen

RayBan
Im Sprachgebrauch wird heute kaum unterscheiden zwischen der Marke RayBan und ihrer zwei erfolgreichsten Modelle. Sowohl die Wayfarer als auch die ursprünglich für Piloten entwickelte Aviator haben heute Kultstatus erreicht. Ihre Form wurde inzwischen vielfach adaptiert und immer wieder neu aufgelegt und interpretiert.

Wayfarer
Die Wayfarer ist seit 1952 im Programm von RayBan. Es ist die erste Brille, die vollständig aus Kunststoff hergestellt wurde. Die Form wird durch einen breiten Rand dominiert. Am oberen Gläserrand ist sie gerade und leicht nach aussen aufsteigend. Nach unten werden die Gläser jedoch in einem breiten Bogen abgerundet.

Aviator
Das Original hat ein schmales aus Golddoublé gefertigtes Gestell mit großen nach unten leicht Tropfenförmig auslaufenden Brillengläsern. Die Aviator ist das Ursprungsmodell von RayBan, der Prototyp „Anti-Glare“ wurde ursprünglich für die US-amerikanische Luftwaffe gefertigt und 1937 zum Patent angemeldet.

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