Schon gewusst, dass die ersten Burlington-Socken in Deutschland gestrickt wurden?

am 6. Oktober 2010

Wer bei Karos automatisch an Schottland denkt, liegt bei der Burlington Socke mit dem charakteristischen Argyle-Muster nicht ganz richtig. Der Klassiker der Fußbekleidung wurde nämlich nahe Lörrach und Basel im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck entworfen. Entstanden ist das Ur-Modell des Strumpfs 1968 in einer Schopfheimer Teppichfabrik, die zum amerikanischen Textilhersteller Burlington Industries gehörte.

Argyle, das typische Burlington-Muster (bestehend aus rautenförmigen Blöcken, die von Streifen in einer Kontrastfarbe durchkreuzt werden) hat seine Wurzeln aber tatsächlich in Schottland. Der Clan Campbell aus Argyle gewandete sich traditionell im gleichnamigen Karodesign. Berühmt wurde das Argyle-Muster durch den Herzog von Windsor, Edward VIII. Dieser war eine männliche Stilikone seiner Zeit und trug zum Golfspielen gerne Mode von Pringle of Scotland, welche wiederum bevorzugt das Argyle-Muster in ihren Strickwaren zum Einsatz brachten.

So richtig aus der Mode kam die Burlington Socke seit ihrer Entsteheung nie. Der stilsichere Mann von Welt erkennt die Echtheit seiner Burlington-Socke an der kleinen runden Metallniete auf Knöchelhöhe. Der Clip mit dem Firmenlogo im Rautendesign hebt das Original von der Kopie ab und ziert unverändert seit 1985 die Lieblingssocke der Popper der 80er Jahre.

Die Namensrechte der Burlingtonsocke wechselten ab 1990 mehrfach den Besitzer. Damals erwarb der Immenstädter Strumpfhersteller Kunert die Lizenz von der amerikanischen Muttergesellschaft und baute das Sortiment um Oberhemden und Unterwäsche aus. 2008 ging die Socke erneut auf Wanderschaft und die Schmallenberger Falke KGaA strickte an dem Strumpf weiter. Unter der Marke Burlington bietet Falke nun auch Strumpfwaren für Damen sowie Strickbekleidung, Polo-Shirts und T-Shirts an, die größtenteils im Argyle-Muster gestaltet sind.

Wir von Herrenausstatter schätzen das Argyle-Muster als Klassiker, mit dem man eigentlich nichts falsch machen kann, sehr. Wir müssen aber unserer Pflicht als modisches Gewissen genüge tun und raten hiermit von einem Styling à la Comedian Olaf Schubert, dringend ab!

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