Wie man seine Karten stilvoll ausspielt

am 3. November 2010

Die Adventskalender und Nikoläuse haben in den Supermärkten Einzug gehalten. Da wagen auch wir, erste Vorschläge für Geschenkideen zu Weihnachten unters Volk zu streuen. Frauen klagen gerne, wie schwer ihre Männer zu beschenken seien. Dabei unterschätzen sie den männlichen Sinn für Luxus verströmende, nur scheinbar unnütze Kleinigkeiten. Wir hätten da eine Idee für Männer, denen Bohrmaschinen zu primitiv und Socken zu banal sind, oder die sämtliche elektronischen Spielzeuge bereits ihr eigen nennen. Denn Kleinigkeiten können großen Eindruck hinterlassen: Wie zum Beispiel ein stilvolles Visitenkarten-Etui.


Visitenkartenetui

Wir werden nicht müde unsere Philosophie zu wiederholen: Der wahre Gentleman zeigt seine Klasse in jedem Detail seines Outfits, bis hin zum letzten Accessoire. Natürlich achtet der Mann von Welt bei der Wahl seiner Visitenkarte auf höchste Qualität und individuellen Ausdruck. So ein kleines Kunstwerk sollte dann aber nicht mit Eselsohren aus dem Portemonnaie gefriemelt werden, sondern verdient mit einem eigenen Etui den angemessenen Rahmen.

Visitenkarten verdanken ihren Namen übrigens ihrer ursprünglichen Funktion: Bei der Visite, will heißen dem Aufsuchen eines Geschäftspartners in seinem Zuhause, überreichte man jene Karte dem Butler, um dem Hausherren seinen Besuch anzukündigen. Auf einem Silbertablett wurde die Karte überbracht, wobei der Gast diese vorher auf bestimmte Art knickte. Dies sollte nicht nur das Aufnehmen der Karte erleichtern, sondern symbolisierte, vergleichbar der Blumensprache, auch das Anliegen des Besuches. Je nachdem wo und wie die Karte geknickt wurde, wurde beispielsweise eine geschäftliche Besprechung oder auch ein Kondolenzbesuch angekündigt.

In der Neuzeit hat sich die Visitenkarte aus hochwertigem Papier im Scheckkartenformat durchgesetzt. Wir raten bei der Gestaltung Ihrer Visitenkarte zum Unterstatement und finden, Spielereien wie schrille Plastikkarten, das eigene Konterfei im Farbdruck oder vermeintlich originelle Slogans sollte man marktschreierischen Selbstdarstellern überlassen.

Sollten Ihre Geschäftsreise Sie nach Japan führen, beachten Sie, dass dort der Austausch der Visitenkarte ein Ritual mit klaren Regeln ist. Die Übergabe, die von der älteren, ranghöheren Person initiiert wird, findet mit beiden Händen und einer Verbeugung statt. Die Karte wird ebenso angenommen und muss respektvoll gewürdigt werden. Eine überreichte Karte ohne intensive Betrachtung in Jacken- oder Hosentasche einzustecken, wird als grober Faux-Pas und Beleidigung gewertet.

Im Handel finden Sie sind ansprechende Visitenkarten-Etuis aus hochwertigem Kalbsleder, wie beispielsweise von Mark O’Polo. Ausgesprochen repräsentativ sind auch Visitenkartenetuis aus Metall, die mit der Gravur der Initialen des Besitzers aufgewertet werden sollten.

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