Escada – Mit Herrenmode aus der Krise?

am 11. November 2010

In den letzten Jahren war das Damenmode-Unternehmen Escada vor allem wegen seiner Insolvenz und monatelanger, unschöner Machtkämpfe in der Führungsetage in die Schlagzeilen geraten. Dabei hatte mit dem Luxuslabel doch alles so schön angefangen…

1976 gründete das schwedische Topmodel Margaretha Ley das Unternehmen mit ihrem Mann, dem Unternehmer Wolfgang Ley. Schnell konnten Sie auch international mit der klaren, aber (farben)fröhlichen Linie ihrer Kollektionen überzeugen. Viele Stars trippelten in Escada-Roben und Accessoires über den roten Teppich und auch Victoria von Schweden mag die Mode aus Deutschland.

Nach dem Tod seiner Frau 1992 übernahm Ley das Unternehmen zunächst alleine, im Laufe der Jahre geriet Escada jedoch durch Missmanagement und Querelen in der Führungsetage im Geschäftsjahr 2009 mit Verlusten über 70 Millionen Euro in eine schwere Schieflage. Nach dem Insolvenzverfahren übernahm die indische Milliardärin Megha Mittal das Unternehmen. Sie soll Escada wieder Glanz verleihen und eine neue Ära einleuten.

Eine der Innovationen ist eine Herrenkollektion, die möglichst bald in Angriff genommen werden soll. Die Tatsache, dass Bruno Sälzer, Escadas neuer Vorstandschef, ein Vorleben als Manager und Vertriebsvorstand bei Hugo Boss hat, lässt auf Großes hoffen. Noch müssen wir uns gedulden. Gut Ding will Weile haben: In den Shops werden wir Herrenmode von Escada wohl nicht vor 2014 finden.

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