Marc O’Polo – Eine bayrische Erfolgsgeschichte

am 22. November 2010

1967 gründeten die Schweden Rolf Lind, Göte Huss und der Amerikaner Jerry O’Sheets in Stockholm das Modeunternehmen Marc O’Polo. Ihre Mode stand von Beginn an für einen puren Look und Materialien wie Baumwolle und Leinen. Mit dieser natürlichen Linie liegt Marc O’Polo diese Saison total im Trend. Rustikale Winterpullover und warme Farben gehören im Winter 2010/11 zu den Musts.

Seit 1987 ist der Deutsche Werner Böck an Marc O’Polo beteiligt. Im Laufe der Jahre wuchs sein Unternehmensanteil zunächst auf 40% und liegt heute bei 90%. Im Jahr 1997 holte Böck die Unternehmenszentrale ins heimische Bayern, genauer gesagt ins ländliche Stephanskirchen, nahe Rosenheim. Der 67-jährige führte die Marke zu einem imposanten Höhenflug. In den letzten zehn Jahren verdreifachte sich der Umsatz von 110 Millionen Euro auf stolze 329 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2009/10.

Werner Böck gilt als umtriebiger Chef mit Liebe zum Detail. Gefürchtet sind die Überraschungsbesuche in seinen Geschäften, wo er gerne persönlich nach dem Rechten sieht. Aber auch wenn Böck, der noch wenige Gedanken an den Rückzuck aus dem Unternehmen verschwendet, ein Macher ist, den es immer weiter treibt, sieht er sich selbst nicht als Workaholic. Mehrere Monate im Jahr verbringt er mit seiner Familie auf seinem toskanischen Gut und tankt Energie in der Natur. Außerdem ist er ein begeisterter Förderer moderner Kunst und passionierter Golfspieler.

Marc O’Polo gehört zu den wenigen Modeunternehmen, die ein fast ungebrochenes Wachstum vorweisen können. In Köln gibt es seit Oktober 2009 einen eigenen Store für Herrenmode und soeben wurden zwei Läden in Wien eröffnet. In Österreich verdoppelten sich die Verkaufszahlen der Marke in den letzten fünf Jahren. Insgesamt ist Marc O’Polo in 20 Ländern vertreten, beliefert 2.655 Geschäfte, arbeitet mit 122 Franchiseunternehmen und hat 83 eigene Fillialen.

Werner Böck, der als Spross einer Hutmacherfamilie schon früh die Liebe zu Textilien entdeckte, geht gelassen mit seinem Erfolg um. Er sieht sich als europäische Version und Mitbewerber der amerikanischen Marktführer Polo Ralph Lauren und Tommy Hilfiger. Ein Geheimnis seines Erfolgs sieht er in seiner puristisch klaren Linie: „Charakter zeigt sich durch Weglassen.“

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