Schon gewusst, warum der Weihnachtsmann rot trägt?

am 30. November 2010

In den kommenden Wochen werden Sie in verschneiten Einkaufsstraßen und Kaufhäusern verstärkt einem Modetrend begegnen, an dem Sie sich gerne erfreuen dürfen, wir raten aber ab, ihn zu imitieren!

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Nikolaus tut Gutes © Friedrichsen

Jene Herren im knallroten Wintermantel, auch Weihnachtsmänner genannt, mögen modisch ein zweifelhaftes Statement setzen, gehören aber zur Adventszeit dazu. Das war nicht immer so. Die weltweite Verbreitung des dicken Mannes im roten Mantel mit weißem Pelzbesatz geht auf einen Entwurf des New Yorker Grafikers Haddon Sunblum aus dem Jahr 1931 zurück. Dieser war beauftragt für die Firma Coca Cola einen Weihnachtsmann für ihre weltweiten Werbekampagnen zu gestalten.

Die Figur des Weihnachtsmanns, auch Nikolaus genannt, geht ursprünglich auf den griechischen Bischof Nikolaus von Myra aus dem 4. Jahrhundert zurück. Im kleinasiatischen Lykien, Teil des römischen Reiches, war er als großzügiger Unterstützer der Armen und Bedürftigen bekannt und überraschte gerne Kinder mit Geschenken, die er der Legende nach durchs Fenster warf.

Ihm zu Ehren wurden die Kinder schon im Mittelalter an seinem Namenstag, dem 6. Dezember, beschenkt. Seit damals gab es in seiner Darstellung starke regionale Abweichungen. Mal trug er eine blaue, mal eine braune oder goldfarbene Kutte. Doch auch schon bevor Coca Cola den freundlichen Herren zum Werbeträger in den Farben ihres Firmenlogos erkor, tauchten vereinzelt Nikolause im roten Mantel auf.

Der Mythos, Coco Cola habe den rot gekleideten Weihnachtsmann ‚erfunden’ stimmt so also nicht ganz. Doch die Tatsache, dass Zeichner Haddon Sunblum den damaligen New Yorker Trend eines Weihnachtsmann in roter Kluft aufnahm, und von 1931 bis 1966 jedes Jahr mindestens einen dieser rot-weißen Nikoläuse für Coca Colas weltweite Werbekampagnen zeichnete, trug eindeutig zur flächendeckenden Verbreitung dieses Gesellen bei.

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