Waschkurs

am 14. Dezember 2009

Auch bei richtiger Pflege gemäß Etikettanleitung lauern immer wieder Fallstricke bei der korrekten Kleiderpflege. So werden wir selten zwei Kleidungsstücke mit identischer Pflegeempfehlung, Farbe und Material haben. Doch nun jedes Stück einzeln zu waschen wäre, in Zeiten wachsender ökologischer Verantwortung und schwindenden Ressourcen, wahrlich ein Frevel. Was also darf, der Sparsamkeit wegen, zusammen in die Waschmaschine und was nicht – ohne die Waschanleitungen zu missachten?


Ein kleiner Waschkurs
für effizientes und nachhaltiges Waschen:

Schritt 1: Das Sortieren

Sortieren Sie weiße und bunte Wäsche nach…

… Textilart: Trennen Sie robuste Textilien von empfindlichen Textilien, wie Wolle oder Seide.

… Waschtemperatur: Beachten Sie die Pflegesymbole
(>> „Basics_Pflege_Etikettencode_nb) auf den Etiketten in der Kleidung. Dort steht, bei welcher Temperatur Sie die Textilien waschen dürfen.

… Verschmutzungsgrad: Stark verschmutzte Wäsche nicht mit leicht verschmutzter oder nur kurz getragener Wäsche waschen.

… Farbintensität (nur bunte Wäsche): waschen Sie rote und schwarze Wäschestücke möglichst zusammen mit ähnlichen Farben, da diese Farben häufig ausfärben. Beachten Sie hierzu auch die Hinweise auf den jeweiligen Etiketten.

Waschmaschine richtig beladen
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Schritt 2: Das Beladen der Waschmaschine

Es gilt nicht zu viel und nicht zu wenig!

Beladen Sie ihre Maschine zu großzügig, kann die Wäsche in der Trommel nicht richtig rotieren und wird somit nicht richtig gereinigt. Haben Sie zu wenig Wäsche in der Maschine, verbrauchen Sie mehr Energie als nötig. Mit der richtigen Beladung der Waschmaschine sparen Sie also Kosten und Ressourcen.

Die Faustregel für normale Waschgänge lautet: oberhalb der Wäsche sollte Platz für eine hochgestellte, gespreizte Hand bleiben. Bei Fein- oder Wollwäsche sollte die Waschtrommel maximal bis zur Hälfte gefüllt sein.

Zusätzlich sollten Sie die Empfehlungen der Waschgerätehersteller für die unterschiedlichen Waschprogramme beachten.

Schritt 3: Das Waschprogramm

Gehen Sie gründlich, aber schonend vor.

Vorwäsche: Eine Vorwäsche ist nur bei sehr stark verschmutzter Wäsche nötig.

Hauptwaschgang: Den Waschgang und die Waschtemperatur wählen Sie abhängig von der Textilart und dem Verschmutzungsgrad. Genauere Hinweise können Sie von den Pflegeetiketten der Kleidung ablesen.

Schleudern: Die verschiedenen Waschprogramme steuern das Schleudern automatisch. Bei sehr empfindlichen Wäschestücken sollten Sie jedoch das Schleudern gezielt reduzieren (geringere Umdrehungszahl) oder sogar ganz darauf verzichten.

Waschmittel dosieren
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Schritt 4: Waschmitteldosieriung

Die richtige Dosierung richtet sich nach dem Grad der Verschmutzung, der Wasserhärte und der Wäschemenge. Genaue Anweisungen können Sie der Verpackung des verwendeten Waschmittels entnehmen.

Schritt 5: Das Trocknen

Am besten an der frischen Luft.

Um Stockflecken und Knittern zu vermeiden, sollten Sie Ihre Wäsche am besten sofort nach dem Waschen aufhängen. Wenn Sie die Wäsche schon beim Aufhängen glatt ziehen, geht das Bügeln (>> „Bügelkunde“) hinterher leichter. Benutzen Sie Kleiderbügel für das Aufhängen von Hemden und Blusen. Bei Wolle und Seide ist Vorsicht geboten; trocknen Sie diese liegend und, wenn möglich, nicht direkt in der Sonne.

Wenn Sie einen Wäschetrockner besitzen, sparen Sie nicht nur das Aufhängen. Handtücher beispielsweise werden im Trockner zudem, abhängig vom Waschmittel, weich. Bitte beachten Sie aber die Hinweise auf den Etiketten. Empfindliche Kleidung sollten Sie nicht in den Trockner geben – auch wenn es Ihnen praktischer erscheint!

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