Die Hornbrille – Ein Accessoire mit Durchblick

am 1. Dezember 2010

Im Zuge der Retrowelle in der Herrenmode taucht nun auch die Hornbrille wieder auf. In der Modewelt lange als Attribut des klassischen Nerds verschrien, feiert das Accessoire nun ein triumphales Revival.

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Woddy Allen ©David Shankbone

Berühmtestes Beispiel dafür, dass sich hinter dicken Brillengläsern und einem strengen Rahmen ein ganzer Kerl verbergen kann, ist Clark Kent. Der muss lediglich seine Brille ablegen, schon wird er zu Superman. Aber auch andere Helden wie Sangeslegenden Buddy Holly oder Elvis Costello haben die schwarze Hornbrille zu ihrem Markenzeichen gemacht. Schauspieler wie Woddy Allen, Michael Cane und Johnny Depp spielen ständig oder nur gelegentlich gerne mit dem Image des intellektuellen Außenseiters.

So richtig in Mode war die Brille Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Bald kamen Fehlsichtige aus Mangel an Alternativen kaum um die Hornbrille herum. Hergestellt werden Hornbrillen vor allem aus dem Kopfputz des Wasserbüffels. Die individuelle Maserung des Naturprodukts sorgt dafür, dass jede Brille ein Unikat ist. Besonders hochwertig sind Brillen aus Schildplatt, die aus dem Rückenschild von Schildkröten gewonnen werden.

Horn ist ein traditionelles Material, aus dem noch immer hochwertige Gegenstände hergestellt werden. Außer Brillengestelle werden aus dem vielseitigen Naturprodukt auch Knöpfe, Schmuck und Kämme hergestellt. Auch als Kaviar- oder Eierlöffel findet Horn, neben Perlmut, seinen Einsatz.

Im Vergleich zu den ursprünglichen Modellen sind die Hornbrillen von heute weniger klobig und ihre Gläser sind dünner geschliffen. Trotzdem ist es durchaus gewollt, dass die Hornbrille dem Gesicht eine gewisse Strenge und Distanziertheit verleiht. Kombiniert werden sollte die Hornbrille mit einem klassischen Anzug mit 50er Jahre Flair oder mit einem schwarzen Rollkragenpullover.

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