Camel – Creme – Sand – Beige – Dezente Töne sind im Anzug

am 11. Januar 2011

Wer sich bereits jetzt mit dem Gedanken an die Gestaltung seiner Sommergarderobe trägt, sollte sich zwischen zwei modischen Hauptströmungen von Anzügen für die Sommersaison 2011 entscheiden: Der extrovertierten Farbpalette in Blau- und Türkistönen oder der edel zurückgenommenen ‚unfarbigen’ Marschrichtung.

Creme, Anzug, Hechter, Camel
Sakko in beige von Toni Gard

Alles andere als blass wirken Männer, wenn sie die neutralen Töne der kommenden Saison tragen. Bei der Passform sollte beachtet werden, dass Anzüge in helleren Tönen nicht so extrem körpernah geschnitten sein sollten, wie es für die dunklere Anzugs-Variante momentan angesagt ist. Damit ist allerdings nicht der schlackernde 80-er-Jahre-Look der TV-Legende „Miami Vice“ gemeint. Zwischen einem reinweißen Anzug jener Ära und einem Anzug in creme liegen Welten und Klassen. Ein cremefarbener Anzug aus reiner Baumwolle oder Leinen trägt einen Hauch südliche Eleganz in den mitteleuropäischen Alltag. In der grellweißen Variante mutieren Sie eher zum Kleinstadtcasanova. Kombiniert wird der helle Anzug mit mittleren bis hellen Brauntönen. Auch Terrakottatöne und andere Schattierungen der rot-braunen Farbskala kommen in Frage.

Von schwarzen Accessoires in Kombination zu sämtlichen hellen Naturtönen wie camel, creme, sand oder beige raten wir dringend ab. Dieser scharfe Kontrast ist nicht mehr angesagt. Bitte übergehen Sie diese Regel auch beim Schuhwerk nicht. Hier empfehlen wir ein tiefes mittelbraun oder Schuhe im Ton des Anzugs. Lassen Sie bei diesem Look bitte die Finger – beziehungsweise Zehen – von Sandalen!
Schlicht und ohne Glanz sollten die Accessoires wie Schuhe und Gürtel hier auskommen. Ein echter Hingucker zu diesem Stil ist ein klassischer Fedora in hellbraun mit dunklerem Ripsband. Für einen sportlicheren Freizeit-Look eignet sich ein camel active Sakko hervorragend.

Die Unterschiede zwischen den hellen Farbtönen sind subtil und fließend in ihren Übergängen. Auf folgende Unterscheidung kann man sich grob einigen: Der dunkelste der Farbtöne ist camel, der ins braun-gelbliche geht. Beige hat einen erkennbaren Gelbstich und ist eine intensivere Variante der farbärmeren Sandtöne. Unseren persönlichen Favoriten, der Cremeton, liegt dem Weiß am nächsten. Man findet diese subtile Farbpalette auch unter den Bezeichnungen gebrochenes weiß, naturweiß, wollweiß, eierschal, ecru oder elfenbein.

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