Roeckl – Seit sechs Generationen edle Handschuhe voll im Griff!

am 15. Februar 2011

Als ‚königlich bayrischer Hoflieferant’ blickt das Unternehmen Roeckl auf eine lange und traditionsreiche Firmengeschichte zurück. Schon König Ludwig II. und Kaiserin Sissi wussten die Ausnahmequalität der Lederhandschuhe aus dem Münchner Geschäft zu schätzen.

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Roeckl Handschuhe aus Peccaryleder

Im Jahr 1839 hatte der Säcklergeselle Jakob Roeckl eine Vision: Er wollte die allerbesten Handschuhe machen! Der Anfang seiner Karriere war steinig. Der Magistrat der Stadt München musste ihn hierzu als Bürger und Säcklermeister anerkennen. Nachdem Jakob Roeckl seine Meisterprüfung abgelegt hatte und seine Bürgerrechtstaxe bezahlt hatte, erhielt er die „Gerechtigkeit-Verleihungs-Urkunde“ des Magistrats und der Weg für sein eigenes Unternehmen war geebnet.

Bereits zehn Jahre später kann Jakob Roeckl expandieren. Er schreibt an die oberbayrische Regierung: „Es ist in München offenkundig Thatsache, daß ich die Handschuhfabrikation in größtmöglicher Ausdehnung betreibe.“ Man bewilligt ihm die Konzession für eine eigene Gerberei.

Über 170 Jahre nach Gründung ist das Unternehmen noch immer in der Hand der Familie Roeckl. Anette Roeckl übernahm 2003 die alleinige Geschäftsleitung der Roeckl Handschuhe und Accessoire GmbH&Co.KG. Ihr Bruder Stefan leitet gemeinsam mit Cousin Christian das kleinere Schwesterunternehmen „Roeckl Sports“, das sich auf Handschuhe für die Bereiche Fahrrad, Reiten und Ski spezialisiert haben.

Noch immer stehen Handschuhe von Roeckl für höchste, handgenähte Qualität. Anette Roeckl, die selbst aus Prinzip bis zum 20. Lebensjahr keine Handschuhe trug, weiß, dass dieses Accessoire mehr als nur Schutz ist. Früher war der Handschuh Status- und Machtsymbol, heute ist er ein Modeaccessoire erster Güte. Roeckl war und ist europäischer Marktführer und vor allem die Exporte des Unternehmens steigen stark. Russland, wo die Winter lang sind und die Menschen Lust an Luxus haben, hat sich für die Münchener als echtes Boomland erwiesen. 23 eigene Einzelhandelsgeschäfte hat das Unternehmen mittlerweile und der Markt im Luxussegment hat sich auch in Krisenzeiten als stabil erwiesen.

Mit ihrem Credo steht Anette Roeckl übrigens ganz in der Tradition ihres Vorfahren Jakob Roeck. Der wollte die allerbesten Handschuhe produzieren, sie will Lieblingsstücke kreieren!

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