Portemonnaies – Welche wollen Sie in die Tasche stecken?

am 22. Februar 2011

Früher trug man seine Penunzen in einer Geldkatze, einem Beutel, an den Gürtel geknotet. Mit Verbreitung des Papiergeldes mussten andere Formen her. Die Geburtsstunde des Portemonnaies hatte geschlagen. Der aktuelle Trend geht zu bunten und/oder großen Exemplaren.

Fred Perry Billfold, Geldbörse, Portemonnaie
Farbiges Portemonnaie
von Fred Perry Billfold

Das französische Wort Portemonnaie kommt aus dem Französischen und setzt sich aus den Worten „porter“ für tragen, transportieren und „monnaie“ für Münzen zusammen. Wir verweigern uns übrigens bewusst und standhaft der alternativen Schreibweise „Portmonee“!

Das klassische Material eines Portemonnaies ist Leder oder Kunstleder. Die Optik variiert von Lackleder, Wildleder bis zu Krokoleder. Aber auch neue Materialien wie PVC oder LKW-Plane werden zunehmend verwendet. Letztere schätzen viele bereits in Form von Messanger-Bags. Auch in Form eines Portemonnaies zeichnet sich die robuste Plane als wetterfest und strapazierfähig aus. Mit diesen Materialien erweitert sich auch die klassische Farbpalette von Braun-, Grau- und Schwarztönen zu einer bunten Vielfalt.

Das klassische Portemonnaie ist rechteckig, verfügt über ein oft längs geteiltes Fach für Scheine, Steckplätze für Karten und ein Münzteil. Das Münzteil fehlt bei US-Modellen häufig, was beim Kauf im Ausland beachtet werden sollte. Bei der Auswahl sollte man natürlich beachten, was man alles in dem guten Stück verstauen möchte. Kreditkarte(n), Führerschein, Ausweis und diverse Mitgliedsausweise sollen in ausreichend Steckplätzen unterbracht werden. Und eines steht fest: Man hat immer mehr Karten als man denkt!

Modisch sollte die Geldbörse zum allgemeinen Stil passen. Wir empfehlen ein neutrales Grundmodel und Alternativen für spezielle Gelegenheiten. Ein klassisches Ledermodel macht sich gut im Berufsalltag, für den Wanderausflug darf es sportlicher werden und ein Modell aus LKW-Plane nimmt hier auch eine kleine Klettertour nicht krumm.

Brieftaschen sind seit den Siebzigern fast in Vergessenheit geraten. Die Einführung von Chipkarten hat diese im Laufe der Zeit verdrängt. Schade eigentlich! Die Brieftasche aus der Jackeninnentasche zu holen – das verströmt eine gewisse Weltmännischkeit. Wir prognostizieren hiermit schon einmal das Revival der klassischen Brieftasche. Vielflieger werden sie zur Unterbringung ihrer Flugscheine sehr zu schätzen wissen.

Ein leidiger Aspekt des Themas Portemonnaies sind Taschendiebe. Beliebtester Platz für den Transport des Herrenportemonnaies ist die rechte, hintere Hosentasche. Leider wissen auch kriminelle Elemente um diese Gewohnheit. Das gute Stück mit einer Kette am Gürtel zu tragen ist eine modische Entscheidung, die eher zum Kellner in einem Brauhaus passt. In der Vordertasche getragen ist die Geldbörse zwar sicherer, beeinträchtigt jedoch Tragekomfort und Optik. Nur direkt am Körper getragen kann man sich vor Diebstahl relativ sicher wähnen.

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