Zippo – ‚It works or we fix it’

am 18. März 2011

Rauchen gefährdet die Gesundheit. Nichts liegt uns ferner, als Rauchen zu verherrlichen! Aber wer behauptet denn, dass man das Kultobjekt unter den Feuerzeugen, den Zippo, nur zum Anzünden von Zigaretten benutzen darf? Der modische Mann sollte auf alles vorbereitet sein und trägt sein Zippo als Accessoire für alle Fälle bei sich.

Zippo, Feuerzeug, Kultobjekt
Das Zippo ©David J. Fred

Wenige Gebrauchsgegenstände schaffen es, Kultstatus zu erlangen. Ein Sturmfeuerzeug namens Zippo hat es geschafft. George Grant Blaisdell hat es dazu gemacht. Bei einem Bekannten sah er ein österreichisches Feuerzeug der Marke ‚Hurican’. Blaisdell fragte, warum er zu seinem eleganten Anzug so ein klobiges Feuerzeug gewählt habe. „Weil es funktioniert“, war die lapidare Antwort.
Blaisdell war Feuer und Flamme – Entschuldigung, das Wortspiel konnten wir uns an dieser Stelle nicht verkneifen. Es gelang ihm die Vertriebsrechte an dem Sturmfeuerzeug zu erhalten. Er behielt die hohe Funktionalität bei, verfeinerte das Design und schuf ein Feuerzeug, das mit einer Hand zu bedienen war. 1933 ging das erste Zippo für 1,95 USD über den Ladentisch.

‚Zippo’ nannte Blaisdell sein Produkt, weil ihm der Name ‚Zipper’ für einen etwas zeitgleich auf dem Markt erscheinenden Reißverschluss so gut gefiel. Das Zippo besteht aus 22 Teilen, funktioniert mit einem Docht und die Flamme hält auch großen Windstärken stand. Das machte das Zippo vor allem für Naturburschen und Soldaten interessant. Zwar gab es nie einen offiziellen Vertrag mit dem Militär, im zweiten Weltkrieg und auch im Vietnamkrieg besaß jedoch fast jeder Soldat ein Zippo. Manche waren mit dem Abzeichen der eigenen Kompanie verziert, später gingen Soldaten dazu über, ihr persönliches Lebensmotto darauf eingravieren zu lassen. Zippos dieser Art finden Vietnambesucher noch heute als makabres Mitbringsel auf Touristenmärkten.

Der Erfolg des Zippos ist bis heute ungebrochen. Erst im Februar 2010 kaufte man den langjährigen Konkurrenten Ronsons Consumer Products Corporation auf. Die Firma Zippo Manufacturing Co. hat ihrem Paradestück gar ein Museum gewidmet. Auf 1400 qm gibt es seltene und handgemachte Einzelstücke zu bewundern, sowie die gesamte Produktpalette käuflich zu erwerben. Die Preise dafür variieren von 12,95 USD bis zu 8675,95 für ein Zippo aus purem Gold.

Zippos sind ein beliebtes Sammlerstücke, die bei Auktionen erstaunliche Preise erzielen. Ein originales Zippo aus dem Jahr 1933 erzielte in Tokio einen Preis von 18.000 USD. Die Firma selbst kaufte 2007 für 37.000 USD ein Zippo aus dem Jahr 1933, das kaum Gebrauchsspuren aufwies. Und auch für diese Geräte gilt die lebenslange Garantie, die jedes Zippo hat. Das gilt auch für das satte Geräusch beim Auf- und Zuklappen. Getreu dem Motto: „It works or we fix it.“

Vorheriger ArtikelBruno Banani schickt Unterhosen auf den Mars Nächster ArtikelAuf zu neuen Ufern – Der Elbsegler