Auf zu neuen Ufern – Der Elbsegler

am 24. März 2011

‚Marine’ ist für den kommenden Sommer ein ganz großes Modethema. Dazu gehört neben dem noblen ‚preppy’ Seglerlook auch der jungenhafte Matrosenlook. Keine Sorge, der klassische Matrosenanzug bleibt dabei in der Mottenkiste. Blau-weiß gestreifte Shirts mit marinen Emblemen passen jedoch prima zu leichten Chinos. Auf dem Kopf wird beim reiferen Mann von Welt der klassische Elbsegler zum Hingucker.

Elbsegler, Schiffermütze, Schmidt, Marine
Schmidt und Honecker präsentieren Hutmode
© Bundesarchiv, Bild 183-Z1212-049
/ CC-BY-SA

Die wohl berühmtesten Träger des Elbseglers, auch Elblotsen-Mütze genannt, sind Helmut Schmidt und Hans Albers. Die blaue oder schwarze Schirmmütze verleiht dem Träger eine weltmännische Gelassenheit und ruppigen Charme. Die Lotsenmütze ist eine Schirmmütze, die aus einem hohen Mützensteg und einem kleinen Mützendeckel besteht.
Der Mützenschirm ist mit Eichenlaub besetzt. Die Mützenkordel ist entweder gedreht oder geflochten. Ein Klassiker, neben den dunklen Mützen aus Schurwolle, sind leichte, helle Mützen aus reiner Baumwolle. Diese sind oft in marineblau mit weißen Streifen gehalten und für den legeren Sommerlook perfekt geeignet.

Wie bei allen Klassikern unter den Modeaccessoires ist es auch beim Elbsegler wichtig, wie man ihn kombiniert und typgerecht in sein gesamtes Erscheinungsbild integriert. Modisch fatal wäre es, möglichste detailgetreu den urbanen Binnenschiffer geben zu wollen. Mit Pfeife, Backenbart und einem dunkelblauen Pea Coat zum Elbsegler kombiniert, riskiert man, als Karikatur wahrgenommen zu werden. Ein ironisches Augenzwinkern und Mut zum Mix von Klassikern und modernen Elementen sollten beim Styling dabei sein.

Der Elbsegler entwickelte sich übrigens aus den militärischen Tschakos, dem so genannten „Husarenhelm“ aus Ungarn. Während der Napoleonischen Kriege setzten sich die Tschakos bei fast allen europäischen Armeen durch. Das Tschako entwickelte sich weiter und wurde vereinfacht. Als Schirmmütze findet man seine Nachfahren noch heute als Teil vieler Uniformen auf der ganzen Welt.

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