Das Herrenarmband -Gerne wieder aus dem Ärmel schütteln!

am 5. Mai 2011

Das Herrenarmband verlangt nicht nur beim An- und Ablegen Fingerspitzengefühl. Mit dem modischen Accessoire kann man schnell zu viel des Guten tun. Aber gerade in den Sommermonaten 2011 können Herrenarmbänder auf gebräunter Haut auch ein modischer Volltreffer sein.


Syrischer Armreif, 5. Jhd. vor Christus,
Quelle: Jastrow

Wie mit vielen Accessoires kann man mit Armbändern als Mann sehr viel falsch machen. Stichwort Wolfgang Petry. Übertreiben Sie nicht, kennen und bleiben Sie bei Ihrem Stil!
Prinzipiell wird das Herrenarmband eher von Männern unter 35 favorisiert. Reifere Herren sollten sehr diskret arbeiten. Aber auch für sie ist der Trend zu schmalen geflochtenen Lederarmbänder mit verzierter Metallschließe in diesem Sommer durchaus tragbar und empfehlenswert. Natürlich vor allem im Freizeitlook.

Breite Lederarmbänder mit Schnallen im Manschettenlook verlangen nach einem jugendlichen Look, den ein Hauch Surferfreiheit anwehen darf. Schnallen und Leder sollten hierbei nicht mehr zu wuchtig und protzig daherkommen.
Was gar nicht geht und eigentlich noch nie wirklich gut funktioniert hat, sind Metallarmbänder für Männer. Bei breiteren Gliederarmbändern sucht man als Betrachter instinktiv und vergeblich nach dem Zifferblatt. Schmale Kettchen, die am Handgelenk baumeln, wecken Assoziationen irgendwo zwischen schmierigem Vorstadtcasanova und vergessenem Taufkettchen.

Freundschaftsbänder, Muschelgewirk und sonstiges Knüpfwerk vermitteln eine leicht angestaubte Hippie-Attitüde. Allerdings haben gerade Muschelketten die vielleicht längste Tradition in der Welt der Accessoires: In Israel fand man mit Muschelanhängern, die 100.000 Jahre alt sind, den wohl ältesten Schmuck überhaupt.
Auch die Aggressivität eines punkigen Nietenarmbandes oder Armbänder, die klobig wie die Stützmanschetten der Gewichtheber wirken, sollten Sie meiden.
Moralisch löblich, aber modisch out sind bunte Silikonarmbänder, mit denen man seine Verbundenheit zu bestimmten Hilfsorganisationen demonstrieren möchte.

Armbänder gehören also zu den frühesten Schmuckstücken der Menschheit. Aus der Bronzezeit stammen mit die ältesten europäischen Funde. Bald schon übernahem die Armbänder nicht zur die Funktion als Schmuck und Machtabzeichen, Jägern und Kriegern dienten sie ebenfalls zum Schutz der Handgelenke. Diese Funktion müssen sie heute nicht mehr erfüllen, aber als Schmuck dürfen wir die Tradition gerne weiter pflegen.

Vorheriger ArtikelDie Welt schaut auf die Hochzeit in England - wir auch! Nächster ArtikelSchon gewusst: Warum früher nur Weicheier Manschetten hatten