Boxershorts – Evergreens von Everlast

am 3. Juni 2011

Stolze 86 Jahre hat die Boxershort auf dem Buckel. Weil Boxer nicht genügend Beinfreiheit im Ring hatten, entwickelte Jacob Golomb – Inhaber von Everlast, einer Firma für Boxzubehör – 1925 die Boxershort. Fortan mussten die Kämpfer sich nicht mehr von einem Ledergürtel einengen lassen, sondern konnten ihre Kämpfe in den bequemen Gummizughosen bestreiten.


Boxershorts von Marc O’Polo

Boxershorts sind die beliebtesten Herren-Unterhosen der Deutschen. Da sind sich Männer und Frauen ausnahmsweise einmal einig. Sie sind bequem, unkompliziert und lassen Mann nicht zu entblößt da stehen. Apropos ‚entblößt’: Auch bei Herrentangas sind sich die Geschlechter einig. Die finden Männer und Frauen gleichermaßen scheußlich.

Der Mann von Welt verzichtet bei seinen Boxershorts auf schrille Farben und ‚ausgeflippte’ oder verspielte, bzw. alberne, Designs. Auch wenn die Umwelt dieses Kleidungsstück normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Die Unsitte von Skatern und HipHop-Anhängern, die dem Rest der Welt den Anblick ihrer Unterwäsche nicht ersparen, wollen wir mit unserem Beitrag über die Boxershorts natürlich nicht propagieren. Diese Modesünde, das sogenannte ‚Sagging‘, hat ihren Ursprung angeblich in amerikanischen Gefängnissen. Dort nahm man den Häftlingen als erstes die Gürtel ab, um Selbstmordversuche zu verhindern, oder den Gebrauch des Gürtels als Waffe zu unterbinden.

Charakteristisch für die Boxershorts ist der durchgehende Gummizug. Boxershorts haben einen Eingriff, der meist mit Knöpfen geschlossen wird. Reißverschlüsse haben an Boxershorts prinzipiell nichts zu suchen. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich die ‚brief boxers’, kurz auch ‚Briefs’ genannt. Im Gegensatz zur weiten Boxershorts, die meist aus Baumwolle besteht, sind Briefs aus dehnbarem Stoff, der körpernah geschnitten ist.

Im Sommer zweckentfremden viele Männer ihre Boxershorts auch als Badehose. Dies wird aus hygienischer Sicht in öffentlichen Badeanstalten nicht gerne gesehen, abgesehen davon, dass die vollgesaugten Beinkleider zu einem erstaunlichen Ausmaß für Wasserschwund im Becken verantwortlich sind. Daher ist die Boxershorts als Badehose in vielen Schwimmbädern prinzipiell verboten.

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