Adidas erfolgreich wie nie: Drei Streifen und ein Aktienhoch

am 5. August 2011

Konkurrenz unter Geschwistern kann ungeahnte Kräfte freisetzen. Ein Paradebeispiel dafür ist die Firma Adidas. Die Brüder Rudolf und Adolf produzierten in der heimischen Waschküche Sportschuhe. Immer wieder kam es zwischen den beiden zu Streit – was Adolf Dassler den letzten Antrieb zum beeindruckenden Welterfolg gab.


Sportschuhe von adidas

Im fränkischen Herzogenaurach bauten Rudolf und Adolf Dassler eine Firma für Sportschuhe auf. Zwischen Adolf, dem innovativen, zurückhaltenden Schuhmacher, und Rudolf, dem gewitzten, extrovertierten Geschäftsmann, kam es jedoch immer wieder zu Reibereien. 1948 kam es zwischen den Brüdern zum Bruch. Adolf firmierte forthin unter dem Namen Adidas, sein Bruder gründete das Unternehmen Puma, das Adidas jahrzehntelang auf den Fersen war.

Die direkte Konkurrenz durch den zwei Jahre älteren Bruder schien Adolf Dassler erst so richtig zu beflügeln. Er entwickelte konzentrierte sich auf die Entwicklung modernster Fußballschuhe und stattete die deutsche Fußballnationalmannschaft während der Weltmeisterschaft 1954 aus. Das ‚Wunder von Bern’ verhalf auch dem Sportartikelhersteller zu Weltruhm.

Adidas wurde im Laufe der Jahrzehnte zu einem der bedeutendsten und populärsten Sportartikelhersteller. Für Aufsehen sorgte der mehrheitliche Verkauf des Unternehmens an den Franzosen Bernard Tapie im Jahr 1990. 1994 verkaufte der das Unternehmen wieder und erklärte bald darauf seine Insolvenz. Die Umstände der Veräußerung beschäftigten die französischen Gerichte zehn Jahre lang. Man belangte Tapie schließlich wegen Insolvenzvergehen und Bestechung.

Die turbulenten Zeiten des Unternehmens sind vorbei. Dank explodierender Geschäfte in Russland und China rechnet man in der Firmenzentrale 2011 mit einem der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte. In China stiegen die Umsätze im letzten Jahr um 40%. Der Aktienwert des aktuell größten DAX-Gewinners stieg um 10%. Der erwartete Gewinn dieses Jahres beläuft sich auf eine Steigerung von 15%. Dank der neuen Märkte im Osten sieht man bei Adidas nicht nur einen, sondern gleich einen dreifachen Silberstreifen am Horizont.

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