Die Steppweste – Es wird warm ums Herz

am 29. September 2011

Auf den Laufstegen der großen Designer wird man die klassische Herren-Steppweste nur selten sichten. Aber missen möchten wir dieses praktische Kleidungsstück nicht, vor allem in den Übergangsjahrezeiten sorgt sie für den perfekten Wärmehaushalt rund ums Männerherz.


Steppweste von Gant

Als Weste bezeichnet man allgemein Kleidungsstücke, die wie Jacken geschnitten sind, jedoch ohne Ärmel auskommen, vorne geschlossen werden und meist taillenlang sind. Üblicherweise trägt man die Weste über einem anderen Kleidungsstück, die Anzugsweste logischerweise gleichzeitig auch unter einem weiteren Kleidungsstück.

Die Weste entstand Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Wams. Das Wams war ein Kleidungsstück, das ursprünglich als Polsterung unter einer Rüstung fungierte. Die ersten Westen waren oft hüft- bis knielang und waren in adeligen Kreisen aus hochwertigen, reich verzierten Stoffen geschneidert.

Erst Ende des 18. Jahrhunderts traten die taillenkurzen Westen auf, wie wir sie noch heute kennen. Westen wärmen nicht nur den Torso, ohne die Bewegungsfreiheit unnötig einzuengen, sie erfüllen je nach Bestimmung viele nützliche Funktionen. Die Warnweste sollte in keinem Kofferraum fehlen. Die schusssichere Weste hat schon so manches Leben gerettet und in der Anglerweste kann dank der zahlreichen Taschen jede Menge nützlicher Kleinkram verstaut werden.

Steppwesten sind für den Freizeitbereich gedacht und werden vor allem in der Übergangszeit wie Herbst oder Frühjahr wegen ihrer wärmenden Eigenschaften geschätzt. Sie können über oder unter einer Freizeitjacke getragen werden. Auch mit einem Strickpullover oder einem Sweatshirt lassen sie sich je nach Witterungsverhältnissen kombinieren. Hochwertige Steppwesten sind mit Daunen gefüllt und verfügen über eine besonders gute Wärmedämmung. Auch mit Fleece aus Kunstfasern gefüllte Westen erfüllen jedoch ihren Zweck.

Besonders hochwertig sind die Steppwesten der Firma Barbour, die einen Hauch britischen Landadel verströmen. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, empfiehlt sich eine Steppweste mit abnehmbarer Kapuze. Farblich bewegen sich Steppwesten – mit Ausnahme der Signalwesten – im gedämpften Farbspektrum. Bevorzugt wird hier auf die Farben dunkler Khakitöne, tannengrün und dunkelblau zurückgegriffen.

Vorheriger ArtikelDie Krawattennadel – Ein stichfestes Argument für subtile Eleganz Nächster ArtikelKeiner will’s gewesen sein: Terminkollision der großen Fahionweeks