Keiner will’s gewesen sein: Terminkollision der großen Fahionweeks

am 6. Oktober 2011

Die Emotionen kochen hoch in der Modewelt. Ein Termincrash der internationalen Fashion Weeks stellt Modeprofis, Desinger und Journalisten vor schier unlösbare Probleme.

Wer sich umfassend informieren will, wie es um die Mode im Frühjahr/Sommer 2013 bestellt ist, der sollte sich intensiv mit den Möglichkeiten des Klonens beschäftigen. Die traditionsreiche Mailänder Modewoche kollidiert gleich mit zwei weiteren Modewochen. Der Starttermin in Italien wurde für den 19. September 2012 festgelegt.

Zu diesem Zeitpunkt ist die New Yorker Fashion Week, die am 14. September startet und zunehmend an Bedeutung gewinnt, jedoch noch in vollem Gange. In London soll das bedeutende Modeevent am 21. September starten, also zu einem Zeitpunkt, an dem in Mailand die Models über den Catwalk laufen.

Schuld daran will keiner gewesen sein. In London und New York will man die Termine mit Paris und Mailand bereits im Jahr 2008 abgestimmt haben. In Mailand ist man sich keiner Schuld bewusst. Guilia Pirovano vom italienischen Modeverband kommentiert: „Wenn jemand die Daten geändert hat, dann New York oder London, nicht Mailand.“ Der Termin stünde bereits seit Monaten fest.

Die Schlichtungsversuche von Harold Tillmann, Vorsitzender des British Fashion Councils, blieben bisher ohne Erfolg. Alle drei Beteiligten schalten nun auf stur. Jetzt mischt sich die ‚oberste Modeinstanz’, die Zeitschrift Vogue, ein: Solle Mailand keinen alternativen Termin finden, werde man keine Journalisten zu den italienischen Shows entsenden. Man darf gespannt sein, ob sich noch ein salomonisches Urteil finden lässt.

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