Die Daunenjacke: Bauschen Sie sich ruhig mal auf!

am 4. Januar 2012

Noch lässt der große Temperatursturz des Winters 2011/12 auf sich warten. Damit Sie nicht kalt erwischt werden, raten wir aber doch dazu, vorbereitet zu sein. Mit einer qualitativ hochwertigen Daunenjacke sind sie in eisigen Zeiten bestens geschützt. Und mit der richtigen Jacke kommen Sie modisch auch besser weg als das Michelin-Männchen.

Daunenjacken eilt nicht der beste modische Ruf voraus. Aber die Designer haben sich diese Saison einiges einfallen lassen, damit Sie die praktischen Vorteile der Winterjacke mit modischen Akzenten verbinden können. Zunächst erfreut die Farbenvielfalt der Jacken, die man auf den internationalen Laufstegen sah. Scheuen Sie sich nicht vor knalligen Tönen. Helle Signalfarben wie ein sonniges gelb oder ein hellblau lassen das manchmal wuchtige Kleidungsstück gleich viel leichter erscheinen.

Entscheidend für die Optik ist auch das Innenleben der Wärmekammern. Die Qualität der Daune entscheidet darüber, wie viel Masse und Gewicht es benötigt, um ein ideales Wärmeverhalten zu gewährleisten. Die Daunen der Eiderenten bieten hier die höchste Qualität. Der Vogel ist vor allem in den skandinavischen Ländern beheimatet, lebt aber auch an der deutschen Nordseeküste.

Die feinen Daunenfedern von der Brust der Eiderenten sind nicht fürs persönliche Wohlgefühl da, sondern für den Nachwuchs gedacht. Mit ihnen polstert der Vogel das Nest aus, um es für die Küken mollig warm zu machen. Das ‚Ernten’ der Daunenfedern aus den Gelegen der Meeresvögeln hat in Island eine langjährige Tradition. Die Eiderdaunen gehören zu den wichtigsten Exportgütern des Inselstaates. Anders als in Deutschland dürfen auf Island übrigens auch Federn aus Nestern mit bebrüteten Gelegen entfernt werden.

Die Eiderdaune zeichnet sich durch ihre klettartige Struktur aus, die die Daunen in einer Art flauschigen Wolke zusammenhält. Das Wärmeverhalten ist so herausragend, dass Jacken aus Eiderdaunen echte Leichtgewichte sind. Die hohe Verklettung der Daunen sorgt auch dafür, dass Ihre Jacke wenig ‚Federn lassen’ wird.

Die Bauschkraft einer Jacke misst man übrigens in der Maßeinheit „cuin“ (von: cubic inches). Gemessen wird, auf wie viel Kubik-Inches sich eine Unze (28g) Daunen wieder ausdehnt, nachdem sie 24 Stunden lang Druck ausgesetzt war. Eine Bauschkraft von 600-700 cuin sollte eine hochwertige Daunenjacke zu bieten haben. Wenn sie dann noch modische Akzente wie einen Lammfellkragen oder farblich abgesetzte Säume und Knöpfe zu bieten hat, darf der Winter auch mit Verspätung gerne noch kommen.

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