Bioqualität und Fairtrade in der Mode noch lange keine Selbstverständlichkeit

am 24. Februar 2012

In ihrem CSR Test (Corporate Social Responsibility) untersucht die Stiftung Warentest, wie es in den Unternehmen der Bekleidungsindustrie um die freiwillige Einhaltung von sozialen und ökologischen Richtlinien steht. Die Ergebnisse der Befragungen zeigen, dass fairer Handel und Bioqualität in der Mode noch in ihren Kinderschuhen stecken und dass auf diesem Gebiet noch viel getan werden muss.

Also problematisch gilt, dass Bezeichnungen wie „bio“ oder „natürlich“ für den Konsumenten nicht unbedingt bedeuten, dass er hochwertigere Produkte ersteht, da es sich nicht um geschützte Begriffe handelt. Auch muss fair gehandelte Baumwolle beispielsweise nicht gleichbedeutend mit biologisch angebauter Baumwolle sein. Im Gegenzug kann es aber auch vorkommen, dass Baumwolle aus strengstem biologischem Anbau in Kinderarbeit oder unter unvertretbaren Konditionen verarbeitet wird.

Experten fordern hier mehr Transparenz für den Konsumenten. Verbindlich an konkrete Vorgaben sind Produkte mit offiziellen Bio-Siegeln gebunden. Noch stehen wenige dieser Siegel für Bioqualität und fairen Handel zur gleichen Zeit. Hier verdient das Siegel GOTS („Global Organic Textile Standard“) besondere positive Erwähnung.

Erschreckend hoch sind die Zahlen bezüglich Menschen, die beim Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle zu schaden kommen. Jährlich sterben weltweit 10.000 Arbeiter bei Unfällen mit Pestiziden. Insgesamt kommt es jährlich zu 1,5 Millionen Vergiftungsfällen.

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