Clarks – Treter mit tugendreicher Tradition

am 3. Mai 2012

Alles fing im Jahre 1825 mit Pantoffeln und Bettvorlegern aus Schafsfell an. Im englischen Sommerset machten sich die Brüder Cyrus und James Clark mit einem Geschäft für diese Produkte selbstständig. Bis heute hat es das Unternehmen, das heute neben Damen- und Herrenschuhen auch Taschen produziert, auf Rang 33 der größten privat geführten britischen Unternehmen geschafft und nebenbei hat Clarks ein paar unsterbliche Schuhlegenden wie den Desert Boot geschaffen.

Mit ihrem weltweiten Erfolg hatten die Gebrüder Clark damals vermutlich nicht gerechnet. Für die beiden Quäkern war schon damals der Begriff der sozialen Verantwortung kein Fremdwort. Für ihre Mitarbeiter schufen Sie Wohnsiedlungen, boten Freizeitangebote und Bildungsprogramme für die Arbeiterkinder an.

Seit jener Zeit blieb Clarks ein Familienunternehmen. Bis heute gehören über 80 Prozent des Unternehmens der Clark Familie. Der Rest verteilt sich auf Mitarbeiteranteile und verwandte Institutionen. Clarks, genauer gesagt C. and J. Clark International Ltd., hat seine Schuhe auch bis ins Jahr 2005 in Somerset produziert. Dann machten es steigende Kosten nötig, das englische Werk zu schließen. Nun werden die kultträchtigen Treter in Brasilien, Indien und Vietnam gefertigt.

Eine wirtschaftliche Talfahrt erlebte das Unternehmen in den frühen 90er Jahren. 1993 wurde ernsthaft ein Verkauf erwägt, konkrete Angebote von Konkurrenten wurden dann jedoch abgelehnt. Man entschied sich, die Herausforderung der Moderne anzunehmen, setzte auf die Klassiker mit neuen Akzenten und strukturierte das Unternehmen neu. Kinderschuhe wurden zu einem neuen Schwerpunktthema erklärt und im Jahr 2001 kaufte man die deutsche Kinderschuhfirma Elefanten auf.

Die beliebtesten Klassiker aus dem Hause Clarks sind aber nach wie vor die schlicht schnörkellosen Desert Boots und der Wallabees mit ihrer Kreppsohle und den dicken Nähten auf dem Oberleder!

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