Sommerstrick – die ganz coole Masche!

am 6. Juni 2012

Pullover sind auf den ersten Blick kein Sommerthema. Schafswolle ist in der warmen Jahreszeit sicher fehl am Platz. Baumwolle und andere Pflanzenfasern eignen sich jedoch wunderbar, um bei einer kühlen Brise oder an einem lauen Abend genau die richtige Menge an Wärme zu spenden. Leichte Sommerpullis, zum Beispiel von Gant, sind echte Klassiker!

Über 50 Prozent an Bekleidung in der Textilproduktion wird aus Baumwolle hergestellt. Die Produktion und Verarbeitung von Stoffen aus der Pflanzenfaser ist also ein gewaltiger weltweiter Wirtschaftsfaktor. Auch eine enorme historische Bedeutung hatte der flauschige Inhalt der Samenkapsel. Kolonien wie Indien brachten durch die Baumwolle Großbritannien viel Wohlstand ein. Ein sehr einseitiger Handel, der schließlich zu den Unabhängigkeitbestrebungen in Indien, dem weltweiten Hauptlieferanten des Rohstoffs, führte.

Problematisch ist heute der Anbau von Baumwolle in riesigen Monokulturen. Hier werden zum Teil bedenkliche Mengen Pestizide eingesetzt. Erfreulich ist der stark wachsende Trend, Bio-Baumwolle in Mischkultur anzubauen und zu fairen Konditionen zu handeln.

Der kühlende Effekt von Baumwolle wird noch verstärkt, wenn die verstrickte Wolle einen Anteil an Leinen hat. Auch ein Baumwoll-Seiden-Mischgewebe eignet sich hervorragend für den locker-leichten Sommerstrick. Hier darf man sich über einen schön schimmernden Glanz und besondere Farbintensität und weichen Griff des Garns freuen.

Bei der Passform gilt zu bedenken, dass Baumwolle sich mit der Zeit eher weitet (solange sie nicht zu heiß gewaschen wird). Sommerpullis dürfen leger sitzen, aber keinesfalls schlabberig wirken. Den meisten Männern stehen feinmaschige Pullover mit V-Ausschnitt am besten. Gewaschen werden Sommer-Pullover im Schonwaschgang und sollten dann liegend getrocknet werden, damit sie ihre Form nicht verlieren.

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