Düfte für den Herrn: Immer schön der Nase nach!

am 12. Juli 2012

Ein Aspekt von Mode ist, dass sie manchmal einfach nur schön ist. Hierzu gehören auch schöne Düfte. Es darf auch mal etwas anderes sein als das immer gleiche Aftershave. Legen Sie sich doch eine kleine Kollektion an Duftwässern, wie denen von Stellson zu, mit denen Sie nach Lust und Laune ihre Stimmung ausdrücken und heben können.

Düfte haben die Menschen schon immer fasziniert. Die Natur selbst lockt ja schon mit Blütenduft und Sexualduftstoffen. Duft und Sinnlichkeit sind eng verknüpft. Aber auch spirituelle Wirkung erhoffte man sich in Frühzeiten von der Verwendung von Düften. Das spiegelt sich noch heute im Gebrauch von Weihrauch in der katholischen Kirche wieder. Im alten Ägypten und in Indien wurden schon vor tausenden Jahren Harze und duftende Hölzer zu Ehren der Götter verbrannt. Aus der Tradition des Räucherns, um Düfte freizusetzen, kommt wohl auch der Name des Parfüms: „per fumum“, lateinisch für „durch Rauch“. Auch den Toten gab man als Grabbeigabe duftende Essenzen mit auf den Weg ins Jenseits.

Durch das Einlegen von Blüten und Blumen in Fette band man in Frühzeiten die Düfte. Im 15. Jahrhundert entstanden dann starke Düfte durch Destillation. Intensive Düfte waren damals auch notwendig. Denn mit der Körperhygiene war es nicht weit her und es brauchte schwere, intensive Düfte, um die massiven Körperausdünstungen zu übertünchen. Mit der Aufklärung im 17. Jahrhundert ging auch eine Verbesserung der hygienischen Umstände einher. Düfte waren weiterhin beliebt, wurden aber feiner und leichter. Die alkoholischen Essenzen setzten sich auch damals schon aus einer Kopfnote zusammen, dem ersten Eindruck eines Duftes, gefolgt von der länger anhaltenden Herznote. Was nach Stunden des Tragens eines Duftes noch auf der Haut zu erahnen ist, nennt man die Basisnote.

Herrendüfte teilt man in verschiedene Duftrichtungen ein. Besonders beliebt bei Männern sind farnige Düfte, die mit kräftig holzigem bis kräuterartigem Charakter überzeugen. Leder, Tabak und orientalische Duftkategorien sind ebenfalls echte Klassiker. Duftwässer unterteilt man allgemein in Eau de Parfum (mit 10 bis 20% Duftstoffanteil besonders intensiv), Eau de Toilette (5-15% Duftstoffe) und Eau de Cologne (mit 3-8% besonders leicht). Zum Eau de Parfum greifen nur wenige Männer, dies ist eher eine weibliche Domäne.

Nehmen Sie sich Zeit bei der Wahl eines neuen Duftes und lassen Sie sich beraten. Eine Fachkraft wird mit wenigen Fragen eine Vorstellung von dem gewünschten Duft entwickeln und eine passende, kleine Vorauswahl für Sie treffen können. Das ist ausgesprochen hilfreich, da die Nase bei neuen Eindrücken schnell ermüdet. Um die Geruchseindrücke zu neutralisieren, hilft es tatsächlich zwischendurch an Kaffeebohnen zu riechen. Viele Parfümerien haben diese daher griffbereit für ihre Kunden.

Entscheiden Sie sich einerseits für Düfte, die ihre Individualität und Ihren Charakter unterstreichen. Haben Sie aber auch eine Auswahl für verschiedene Anlässe. Ein romantisches Rendezvous verlangt nach einem anderen Duft als ein Businessmeeting. Nach dem Sport braucht es beispielsweise nicht mehr als einen leichten, frischen Duft.

Egal, für welchen Duft Sie sich entscheiden. Tragen Sie nie zu dick auf! Auch hier hilft Abwechslung zwischen verschiedenen Düften. Verwenden Sie immer den gleichen Duft besteht die Gefahr, dass Sie sich an einen Duft gewöhnen und ihn viel weniger intensiv wahrnehmen als ihre Umwelt. Schließlich wollen Sie mit Ihrem Duft betören, nicht betäuben!

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