Mut zur Nostalgie: Tweed statt Tweets!

am 18. Juli 2012

Bei der aktuellen Wetterlage in Deutschland würden Berichte über Sommermode an seelische Grausamkeit grenzen. Daher richten wir heute unseren Blick schon einmal diskret in Richtung Herbst. Den Herrenanzug aus Tweed umgibt ein wohltuender Hauch von Nostalgie. Darum empfehlen wir Ihnen heute: Lieber Tweed statt Twitter.

Tweed war im Zuge der Industrialisierung ein entscheidender, vorantreibender Wirtschaftsfaktor der britischen Industrie. Heute wirkt ein Anzug aus Tweed charmant altmodisch. „Retro“, im besten Sinne des Wortes. Aus Tweed entsteht Mode mit Anspruch an Qualität und einem Appeal, der die Jahre überdauert.

Je nach Schnitt verleiht so ein Zweiteiler Ihnen das Flair der britischen Upperclass. Aber auch Erinnerungen an das pulsierende Berlin der zwanziger Jahre werden je nach Schnittführung geweckt. Es muss ja nicht gleich die traditionelle Knickerbocker zu Karostrümpfen und Schiebermütze sein, mit der sie schnell wirken, als wären Sie der Verfilmung von „Emil und die Detektive“ entsprungen. Sicher, es hat Stil, wenn Sie beim Tweedanzug auch bei Accessoires und Frisur Anleihen in der Vergangenheit machen. Diese sollten jedoch immer zurückhaltend bleiben, sonst entsteht schnell der Eindruck einer Maskerade. Kombinieren Sie besser subtiler, etwa mit rustikalen Boots, wie zum Beispiel Timberland Schuhe.

Während Tweed in der Herrenmode in den letzten Jahren nie vollständig aus der Mode gekommen ist, wird es in der Damenwelt diesen Herbst nach langer Durststrecke wohl ein echtes Tweed-Revival geben. Ausgeprägten Partnerlook sollten Sie trotzdem tunlichst vermeiden, das wirkt schnell lächerlich. Und wie gesagt, verzichten Sie auf all zu geschichtstreue Accessoires wie Pfeifen und Mützen à la Sherlock Holmes!

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