Desert Boots: Wüstengeprüft durch 60 Modejahrzehnte

am 22. August 2012

Als Nathan Clark um 1950 seine Desert Boots auf den Markt bringen wollte, glaubte nicht einmal seine Familie an den Erfolg dieses Schuhs. Der ungebrochene Erfolg des halbhohen Schnürschuhs gab Clark im Nachhinein Recht, dass er den Prototyp des Modells 1949 trotzdem bei einer Messe in Chicago vorstellte.

Nathan Clark war der Spross einer Familiendynastie, die seit 1825 Gesundheitsschuhe herstellt, und die mit dem Label Clarks bis heute zu den ganz großen Namen im Schuhgeschäft gehören. Die Schuhe der Soldaten im ägyptischen Wüstenfeldzug hatten Nathan Clark zu diesem schlichten Schuhklassiker inspiriert.

Der Desert Boot besticht vor allem durch seine Schlichtheit. Nichts Überflüssiges gibt es an diesem schnörkellosen, knöchelhohen Schuh mit einer Kreppsohle aus Gummi. Desert Boots bestehen klassischerweise aus Veloursleder und verfügen über eine Zweilochschnürung.

Kein Hersteller von Herrenschuhen kann sich eigentlich erlauben, dieses Basismodell nicht in seiner Kollektion anzubieten. Die schönsten Modelle, aktuell auch in intensiven Farben wie blau oder rot, findet man bei Ben Sherman, Gant, Strellson oder Camper Herrenschuhe. Und eben bei Clarks.

Eine Hochzeit erlebte der praktische und bequeme Schuh bereits in den 60er und 70er Jahren. Er war der „Studententreter“, mit dem Millionen junge Menschen auf die Straße gingen, um für eine bessere Welt zu demonstrieren. Heute gibt es keinen typischen Desert Boot Träger mehr. Der Schuh ist sportlich, jedoch mit einem Hauch Eleganz, und besticht mit absoluter Zeitlosigkeit. Ein Desert Boot sieht zur Jeans eben so gut aus wie zur Chino und trägt jeden Mann modisch und bequem durch Alltag und Freizeit.

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