Tatonka – Ein Büffel aus Bayern erobert die Welt

am 4. September 2012

Mit der Aussicht auf einen goldenen Herbst steigt bei vielen auch die Wanderlust. Wer sich auf in die Natur macht, braucht die richtige Ausrüstung. Tatonka gehört zu einer der beliebtesten Marken im Outdoor-Segment. Das bayrische Familienunternehmen startet nun schon in der zweiten Generation in eine vielversprechende Zukunft.

Büffel sind in Bayern eher rar. Aber das Unternehmen Tatonka, das sich nach dem Sioux Wort für den mächtigen Büffel benannt hat, ist weltweit ein Aushängeschild für seine Heimat.

Im Jahr 1981 gründete Winfried Schechinger in Dasing, in der Nähe von Augsburg, das Unternehmen „Mountain Sport GmbH Vertrieb“. Als 1993 eine Lizenz zurückgegeben wurde, brauchte das Unternehmen einen neuen Namen. Gemeinsam mit einer kleinen Werbeagentur und der Unterstützung seines Sohnes Andreas, einigte man sich auf den Namen Tatonka. Inspiriert wurden sie dafür durch den Film „Der mit dem Wolf tanzt“.

Stark wie ein Büffel ist die Marke tatsächlich weltweit. Die Produkte von Tatonka gibt es in 38 Ländern in 4000 Fachgeschäften. 65 Mitarbeiter in Dasing und 980 Angestellte weltweit produzieren vom Rucksack über die Tasche für den mp3-Player bis zum Zelt alles, was man für gelungene Outdoor-Ausflüge braucht.

2004 übernahm Andreas Schechinger das Unternehmen von seinem Vater und führte Tatonka in die Zukunft. Unter seiner Federführung gab es einen Relaunch der Firmen-Webseite, die Interessierten Abwechslungsreiches von Pflegetipps für die Produkte bis zu Reiseberichten bietet.

Wirtschaftliches Wachstum ist dem Junior natürlich wichtig, aber sein Engagement geht über die reine Gewinnmaximierung hinaus. Tatonka ist nicht nur Sponsor für die Wanderrouten im Rothaarsteig: Angeregt durch ihre Namensgeber unterstützt das Unternehmen auch Projekte zur Erhaltung der Sioux-Sprache.

Seit Firmengründung werden die Produkte von Tatonka in Vietnam produziert. Berichte über Kinderarbeit und katastrophale Arbeitsbedingungen im asiatischen Raum sind für alle Unternehmen der Bekleidungsbranche, die dort produzieren, ein Thema, zu dem klar Stellung bezogen werden muss.

Andreas Schechinger geht hier den Weg der größtmöglichen Transparenz. Interessierte Kunden, die in Vietnam sind, können die Prodkutionsstätte ebenso wie Journalisten einmal pro Woche besichtigen und sich von den Arbeitsbedingungen in der Fabrik persönlich ein Bild machen. Eine Politik, die Schule machen sollte, findet Schechinger. Über das durchweg positive Feedback auf seine „Open Factory“ freut er sich. Als Vorsitzender der Fachgruppe Outdoor innerhalb des BSI (Bundesverband der Deutschen Sportarktikel-Industrie e.V.) liegt ihm dieses Thema ganz besonders am Herzen.

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