Bademantel – Wohlfühlmode für Wellness und Entspannung

am 4. Oktober 2012

Für Hugh Hefner, den Herausgeber des Playboys, ist der Bademantel so etwas wie seine Berufskleidung. Man sieht ihn fast öfter in dem legeren Outfit als im Anzug. Der Normalsterbliche trägt den Bademantel deutlich seltener, aber ebenfalls mit größtem Vergnügen.

Der Morgenmantel begleitet denn Mann schon seit Jahrhunderten. Der Bildhauer Rodin setzte dem Kleidungsstück – zusammen mit seinem Träger Honoré de Balzac – gar ein Denkmal. Im 19. Jahrhundert legte Mann in Bürgertum und Bohème gerne die eher schlichte Alltagskleidung ab, sobald man in den eigenen vier Wänden war: Der Mann von Welt trug zu Hause farbenprächtige Schlafröcke mit üppigen, ornamental-orientalischen Mustern.

Johann Wolfgang Goethe empfing seine engen Freunde gerne im Schlafrock zum morgendlichen oder abendlichen Gedankenaustausch. Auch Eduard Mörike und Bertold Brecht saßen gerne mal im Morgenmantel am Schreibtisch. Es gibt nun einmal kaum ein legereres Outfit – abgesehen vom Adamskostüm.

Den Bademantel trägt man bei der Wellnessbehandlung, in der Sauna, im Schwimmbad. Hotels stellen ihn den Gästen zur Verfügung – und beim echten Gentleman landet er auch vor der Abreise nicht im eigenen Koffer! Am verbreitetesten ist der schlichte Klassiker aus hellem Frottee. Baumwollfrottee ist dank seiner Schlingenstruktur flauschig, warm und besonders saugfähig. Damit ist er vor allem nach dem Schwimmen oder einem Vollbad zu favorisieren.

Soll der Bademantel die Funktion eines „Hausrocks“ erfüllen, darf es modischer werden. Zur Auswahl stehen Materialien wie Seide, Baumwoll-Piqué oder Mikrofaser. Frische Farben und Muster heben die Laune am Morgen, aber auch ein klassisch-schlichtes marineblau kommt nie aus der Mode. Eine angeschnittene Kapuze macht eigentlich nur nach dem Schwimmen Sinn. Ein Schalkragen, oder eine schlichte Blende bei der klassischen Kimonoform, hat mehr Stil. Üblicherweise verfügt der Morgenmantel über zwei aufgesetzte Taschen, aber auch Nahttaschen sind verbreitet.

Wir empfehlen, mindestens zwei Bademäntel sein eigen zu nennen. Der kuschelige Frotteemantel für Winter und nach dem Schwimmsport und ein modischeres, feineres Exemplar, zum Beispiel für das gemütliche Sonntagsfrühstück im Bett oder auf der Terrasse. So schick Ihr Bademantel auch sein mag: Tun sie es der TV-Kultfigur Dittsche nie gleich. Bademäntel gehören nie ins öffentliche Leben!

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