Barack Obama – Mit Ascot-Krawatten in die neue Amtszeit

am 7. November 2012

So mancher hat sich die heutige Nacht um die Ohren geschlagen, um dem endgültigen Ergebnis der US-Wahlen entgegenzufiebern. Einen ganz genauen Blick auf das Outfit des wiedergewählten Barack dürfte man im Hause Ascot in Krefeld geworfen haben. Barack Obama besitzt nämlich gleich mehrere Krawatten aus dem Hause des Traditionsunternehmens.

Vor über 100 Jahren beschloss Karl Moese, seine Idee von der weltbesten Krawattenherstellung in die Tat umzusetzen. Am 15. Februar 1908 eröffnete er voller Tatendrang sein Unternehmen. An Sinn für Qualität und Stil mangelte es dem lebensfrohen Mann nicht. Nur mit dem Geschäftssinn, erklärt Urenkel Jan Moese, war es nicht allzu weit her. Hier erwies sich seine Gattin Gertrud als perfekte Ergänzung. Sie schiffte das Unternehmen sicher durch zwei Weltkriege und eine Weltwirtschaftskrise.

Dank ihres Engagements konnte ein gesundes Unternehmen an den gemeinsamen Sohn Erwin übergeben werden. Der hatte beim Besuch des Pferderennens in Ascot auch die Idee für den neuen Firmennamen. Fortan hießen die feinen Binder, die heute von etwa 60 Mitarbeitern in Handarbeit hergestellt werden, Ascot.

20 Arbeitsgänge braucht es, bis eine Krawatte fertiggestellt ist. Der Seidenstoff stammt hauptsächlich aus italienischen Manufakturen rund um den Comer See und wird für den optimalen Fall immer diagonal zugeschnitten. Die Verarbeitung des Stoffes per Hand garantiert eine besonders elastische Vernähung und höchsten Tragekomfort.

Mittlerweile haben die Geschwister Jan Moese und seine Schwester Barbara Pauen in vierter Generation das Heft in der Hand. Nach wie vor stehen sie voll hinter dem Konzept, das auf dem Etikett jeder Krawatte verewigt ist: „Made by hand in Germany“. Sie produzieren ihre hochwertigen Längsbinder auch für erste Modehäuser wie Hermès und René Lezard.

Dem Unternehmernachwuchs war das Interesse an der Firma nicht in die Wiege gelegt worden. Jan, ein Fahrradnarr, wollte seine Passion fürs Zweirad zum Beruf machen und blieb eher „zufällig“ im Familienbetrieb hängen. Als er Unterstützung in der Unternehmensführung brauchte, und diese sich außerhalb der Familie nur schwer finden ließ, wechselte Schwester Barbara kurz entschlossen aus der Weinbranche zur Herrenmode.

Die Freude am perfekten Handwerk verbindet die Generationen. Noch heute genießen die Krawatten aus Krefeld weltweit einen hervorragenden Ruf. Auch im schwedischen Königshaus trägt man Ascot. Ebenso wie im Weißen Haus in Washington. Drei der Ascot-Krawatten im Besitz von Präsident Barack Obama waren übrigens ein Geschenk von Angela Merkel, das sie ihm anlässlich seines Staatsbesuchs im Jahr 2009 überreichte.

Der kleine Trendtipp zum Thema Krawatte: Im Winter 2012/13 trägt der smarte Gentleman Strickkrawatte zum Sportsakko.

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