Anstecknadeln und Broschen: Einfach mal stecken lassen!

am 6. Dezember 2012

Anstecknadeln sind wie Krawattennadeln ein selten gewordenes Accessoire, dem wir heute etwas Aufmerksamkeit schenken wollen. Sie dürfen Ihre schönsten Krawattennadeln übrigens auch am Revers tragen, wenn Sie eine besonders fein gewebte Seidenkrawatte nicht mit der Nadel beschädigen wollen.

Anstecknadeln haftet etwas Altmodisches an und genau damit, finden wir, kann man wunderbar spielen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Vielfalt, die hier zu finden ist, und die modischen Botschaften, die man dadurch senden kann.

Anstecknadeln, Embleme, Buttons und Pins: Von der politischen Überzeugung in Form des „Atomkraft – Nein Danke“-Buttons auf dem Parka (dieser Button wurde übrigens alleine 1975 20 Millionen mal verkauft!) über ihr Lieblingshobby in Form eines vergoldeten Kegels oder dem Wappen Ihres Erbonkels kann man mit einem kleinen Anstecker mehr oder weniger subtil Stellung beziehen.

Anstecknadeln sollten nie an Pullovern oder Hemden getragen werden. Sie gehören an das Revers einer Anzugsjacke. Möchten Sie ironisch mit Wappen, Trachtenemblemen oder militärischen Orden spielen, sollten Sie das mit Ihrem restlichen Styling verdeutlichen. Militärische Orden am navy blauen Blazer konstrastiert man zum Beispiel augenzwinkernd mit orangen Herren Socken.

Wer es dezenter mag, entscheidet sich für eine diskrete, matte Metallbrosche oder wählt die dekorativen Anstecknadeln die Ton in Ton zum Anzug passt. So kann eine filigranere Brosche auf einem Tweedanzug optisch fast schon verschwinden und gerade dadurch besonders edel und subtil wirken.

Anstecknadeln findet man als eine Art verzierte Sicherheitsnadel übrigens bereits in der Bronzezeit. Sie hielten die Gewänder zusammen. Die heutigen Anstecknadeln entwickelten sich direkt aus Krawattennadeln, mit denen geschlungene Krawattenschals fixiert und verschönert wurden. Wir finden, es sind wieder Zeiten angebrochen, in denen Männer mit schmückenden Accessoires spielen dürfen und sollten. Trauen Sie sich!

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