Aigle gibt viel Gummi Рmit ̦kologischem Bedacht

am 15. Februar 2013

1853 siedelte der Amerikaner Hiram Hutchinson nach Frankreich über. Im beschaulichen Montagris gründete er seine „Compagnie du cautchouc souple“ und produzierte unter dem Label „À l’aigle“ (heute einfach Aigle) Schuhe, Stiefel und Schutzkleidung aus vulkanisiertem Naturkautschuk, für die er das Patent angemeldet hatte.

Aigle, das französische Wort für Adler, steht für den amerikanischen Wappenvogel, dem Hutchinson Tribut zollen wollte. Verbundenheit zur Natur war von Anfang an ein zentrales Thema der Produkte aus dem Hause Aigle. Dazu gesellte sich aber auch die französische Liebe zum Chique. Vor allem Gummistiefel und die geschmackvollen Regenmäntel fanden selbst auf den Pariser Avenues ihre Liebhaberinnen.

In den fünfziger Jahren wurden dann die Leinenschuhe mit Gummisohlen zu echten Rennern. Die handgemachten sportiven Treter waren ein weltweiter Hit.

Als die olympischen Segler 1972 mit Segelstiefeln in blau mit zwei Streifen von Aigle ausgestattet wurden, wurden auch diese zu einem echten Dauerbrenner, genauso wie das Modell Ecuyer, ein Reitstiefel, der 1973 auf dem Markt kam. Sie sind die weltweit meist verkauften Reitstiefel aus Gummi.

1989 wurde die Kollektion dann auch um Sportmode erweitert. Wanderkleidung und Poloshirts ergänzten das Angebot perfekt. Das internationale Interesse wuchs, und vor allem in Japan kamen die Produkte aus Frankreich hervorragend an. Da war es nur folgerichtig, dass Aigle 1993 im Trendviertel Shibuya ein Geschäft eröffnet . Im Jahr 2000 konnte man im Mutterhaus auf insgesamt einhundert Läden weltweit stolz sein. Tendenz steigend!

Naturnähe, chic und eine Prise Humor, das sind auch die Elemente der Werbekampagnen. In dieser Saison posiert beispielsweise eine Großfamilie gemeinsam mit einem riesigen Bären auf der heimischen Veranda.

Keinen Spaß versteht das Unternehmen in Fragen seiner ökologischen Verantwortung. Hier stellt man bei Aigle höchste Ansprüche an sich. 750 Tonnen Naturkautschuk werden pro Jahr verarbeitet. Dieser erneuerbare Rohstoff ist deutlich umweltschonender als Rohstoffe auf der Basis von Erdöl.

Selbst bei der Verpackung wird auf höchst möglichen Umweltschutz gesetzt. Statt Kartons gibt es Taschen aus ungebleichtem Recycling-Papier. Sämtliche Kleidung besteht aus Bio-Baumwolle und produziert wird das Ganze in Frankreich. Da stapfen wir doch gleich noch einmal so gerne mit Gummistiefeln von Aigle durch den Frühjahrsregen!

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