Seersucker – Nicht nur als Bettwäsche ein echter Sommerhit!

am 28. März 2013

Für den Sommer 2013 haben viele Designer den guten alten Seersucker-Anzug wieder entdeckt. Über hundert Jahre gibt es den luftigen Sommeranzug schon, der seine Wiege unter anderem im Süden der Vereinigten Staaten hat. Jetzt gaben ihm Designer wie Ralph Lauren und Tommy Hilfiger ein neues Gesicht.

Seersucker ist das perfekte Stöffchen für den Sommer. Das dünne Baumwollgewebe besteht aus zwei Arten von Stoffstreifen. Einer wird glatt gewebt, der nächste ist gerafft. Dieser Effekt entsteht dadurch, dass mit Kettfäden von unterschiedlicher Spannung gearbeitet wird. Eine alternative Methode besteht darin, den Stoff nach dem Weben teilweise mit einer aufquellenden Substanz zu behandeln – meistens handelt es sich um Natronlauge.

Diese Unregelmäßigkeit macht den Seersucker nicht nur sehr pflegeleicht (Knitterfalten nimmt er weniger übel als andere Stoffe). Durch die unregelmäßige Verarbeitung liegt der Stoff nicht vollständig auf der Haut auf und begünstigt eine kühlende Luftzirkulation.

Der Name „Seersucker“ leitet sich übrigens von den persischen Worten für Milch und Zucker ab. Vermutlich versuchte man dadurch die einerseits glatte und andererseits kreppartige Oberfläche zu beschreiben.

Herrenanzüge aus Seersucker waren in den letzten Jahren etwas aus der Mode geraten. Man fand den Stoff eher bei Sommerhemden oder Bettwäsche. Aber gerade die amerikanischen Designer haben ihn wieder für sich entdeckt.

In den USA erlebte der Seersucker-Anzug auch seinen ersten großen Hype. Anfang des 20. Jahrhunderts litten die Politiker in den Südstaaten in ihren Gehröcken aus Wolle enorm unter der sommerlichen Hitze. Sie machten es indischen Kolonialherren nach und trugen Seersucker-Anzüge im Senat.

Traditionell war dieser Seersucker hellblau und weiß gestreift. In den 90er Jahren ließ man mit Anzügen in diesen klassischen Farben im Senat von Mississippi den „Seersucker Thursday“ wieder aufleben. Die Modedesigner haben für den Sommer 2013 die Farbpalette etwas ausgeweitet. Besonders gut haben uns die Modelle in lichten grau- oder beige-Tönen gefallen.

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