Schon gewusst, welchen Beitrag Gummistiefel zur Völkerverständigung leisten?

am 27. Juni 2013

Wer hat’s erfunden? Finnische Seeleute oder doch britische Farmer? So ganz einig sind sich die Experten da nicht. Aber ein großer Spaß ist das Gummistiefel-Weitwerfen für immer mehr Aktive. Vielleicht sollten Sie dazu aber nicht gerade Ihre besten Aigle Gummistiefel verwenden.

Erfunden wurde der Stiefelweitwurf bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Vermutlich waren es finnische Seeleute, denen im Watt langweilig war, und die deshalb anfingen, ihre Stiefel um die Wette weit zu werfen.

Zum „internationalen Hochleistungssport“ – oder zumindest zum offiziellen Mannschaftssport – wurde das Gummistiefelweitwerfen allerdings erst 1975 in Finnland erklärt.

In Deutschland gründeten sich nach einem Radiobericht 2003 erste Vereine. Nun trifft man sich regelmäßig zu internationalen Meisterschaften.

Die Treffen sind überschaubare Events, bei denen für die meisten Athleten der Spaß und das Miteinander eher im Vordergrund stehen als gnadenloser Leistungsdruck. Was die sportlichen Leistungen nicht in Abrede stellen soll.

Auf die Wurftechnik kommt es beim Gummistiefelweitwerfen eher an als auf die reine Kraft. Es gilt das unsymmetrische Sportgerät optimal in Rotation zu versetzen, um die mangelnde Aerodynamik auszugleichen.

Auch in Berlin fand bereits eine Weltmeisterschaft statt, die 2007 unter anderem Teilnehmer aus Finnland, Schweden, Estland und sogar den USA nach Deutschland lockte. Im World Cup messen Teilnehmer aus Finnland, Estland, Italien, Russland, Schweden und Deutschland ihre Kräfte.

Wenn Sie es selbst einmal mit Ihren ausgemusterten Tretern ausprobieren wollen: Männer werfen laut internationalem Reglement mit der Größe 43, Frauen mit Größe 38.

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