Täglich Fahrradfahren: Abstrampeln für die gute Sache

am 22. August 2013

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Für die meisten von uns gilt: Wir könnten mehr Sport vertragen, und mehr für unsere Umwelt könnten wir auch tun. Steigen Sie zum Beispiel auf Ihrem Arbeitsweg um vom Auto auf das Rad, und Sie haben eine waschechte Win-Win-Situation geschaffen.

Fahrradfahren ist ein wunderbares Ausdauertraining, das nebenbei auch für wohlgeformte, muskulöse Waden sorgt. Mit etwas Fitness und einem guten Drahtesel ist ein Arbeitsweg von bis zu 12 Kilometern oder mehr gut zu bewältigen.

Ja, der innere Schweinhund mag da manchmal rebellieren. Sie müssen auch etwas Zeit einplanen, um die derangierte Frisur wieder zu richten. Eventuell macht es auch Sinn, eine Hose und ein Hemd zum Wechseln parat zu haben – aber der Einsatz lohnt sich. Ausgleichsport wird quasi in einem Aufwasch mit der Anfahrt verbunden. Als erfreulicher Nebeneffekt purzeln auf Dauer auch ein paar Pfunde. Und das Umweltgewissen und Ihre CO2-Bilanz profitieren ebenfalls!

Bei seiner Entwicklung war das Fahrrad eigentlich gar nicht so sehr als Fortbewegungsmittel für den Alltag gedacht. Eher war es ein Spaßgerät für das abenteuerlustige, gehobene Bürgertum. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Laufräder, Draisine genannt, auf den Markt. Daraus entwickelten sich die spektakulären Hochräder.

Diese Hochräder waren wirklich nur etwas für Abenteurer und Hassadeure. Der Fahrer saß weit oben, sein Schwerpunkt lag weit vorne. Kam es zum Sturz, hatte dies oft schwere Kopfverletzungen zur Folge.

Doch ganze Kerle ließen sich davon nicht abschrecken. Die 1870er Jahre waren die Hochzeit der Abenteuertouren auf zwei Rädern. Von 1884 bis 1886 umradelte der Amerikaner Thomas Stevens als erster Mensch die ganze Welt.

1869 wurde der erste deutsche Radsportclub gegründet, bereits drei Monate später veranstaltete dieser das erste Rennen mit Teilnehmern aus Frankreich, Dänemark und Großbritannien.
Das erste Straßenrennen, sozusagen die Urmutter der „Tour de France“, fand 1865 in Amiens statt. Wir vermuten, dass Doping damals noch kein Thema war.

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