Kaschmir-Pullover: Ein feinster Hauch Luxus

am 4. Oktober 2013

Der Herbst hält Einzug und mit ihm das morgendliche Frösteln. Herrenpullover aus grobem Strick halten noch ihren Sommerschlaf. Jetzt ist die perfekte Zeit für einen feinen Kaschmirpullover.

Die Kaschmirziege ist eine Unterart der Hausziege (Capra hircus). Es gibt etwa 20 Unterarten von Kaschmirziegen. Ihre Fellfarben reichen von weiß über grau und braun bis zu schwarz. Am beliebtesten ist allerdings die weiße Kaschmirwolle, unter anderem, weil diese sich an leichtesten färben lässt.

Die Wolle der Kaschmirziegen wird seit über tausend Jahren vor Beginn unserer Zeitrechnung benutzt. Schon immer galt sie als besonders fein und kostbar.

Gewonnen wird die Wolle durch das Kämmen der Ziege. Interessant für die Bekleidungsindustrie ist nur die ausgesprochen feine Unterwolle der Tiere. Diese Haare betragen nur etwa ein Sechstel des Durchmessers eines menschlichen Haars.

Ein Faktor, der den hohen Preis der Wolle von etwa 200 Euro für ein Kilo unverarbeiteter Rohwolle ausmacht, ist der geringe Ertrag. Eine Ziege liefert pro Jahr gerade einmal 150 bis 200 Gramm an kostbarerer Unterwolle. Die Menge ist gerade einmal ausreichend für einen Schal.

Kaschmirziegen werden mittlerweile weit über die Grenzen des südasiatischen Kaschmir hinweg gehalten. China, die Mongolei, Iran und Pamir im Himalaya-Hochland gehören zu den wichtigsten Erzeugern. Aber auch in Australien und Schottland werden die schlappohrigen Ziegen gehalten.

Ist die Wolle einmal gereinigt, übrigens eine mühsame Handarbeit, und verarbeitet, zeigt die Kaschmirwolle ihre hervorragenden Trageeigenschaften.

Kaschmir ist ein herrlich weiches Material, das anders als gewöhnliche Wolle auch direkt auf der nackten Haut sehr angenehm zu tragen ist. Kaschmir wärmt, ist leicht und besticht durch den weichen Fall und die Möglichkeit, es zu sehr feinem Strick zu verarbeiten.

Ein Pullover oder eine Jacke aus einem so hochwertigen Material will selbstverständlich besonders sorgsam gepflegt und gewaschen werden.

Nur lauwarmes Wasser und sanftes Wollwaschmittel sollten sie an die empfindliche Faser lassen. Keinesfalls sollte das Strickwerk gewrungen oder gerieben werden. Hierbei können die feinen Fasern brechen und unansehnlich werden.

Verfügt Ihr Wäschetrockner über ein Schonprogramm mit niedriger Temperatur, können Sie Ihre Kaschmirwolle darin trocken. Bevorzugen sollten Sie jedoch eine Trocknung an der Luft, bei der Sie das Kleidungsstück auf einem Frottiertuch flach liegend trocknen.

Mit diesen Tipps werden Sie lange kuschelige Freude an diesem exquisiten Material haben.

Vorheriger ArtikelSchon gewusst, dass „metrosexuell“ und Männer-Make-up ganz alte Hüte sind? Nächster ArtikelVespa: Der Kult lebt!