Vespa: Der Kult lebt!

am 9. Oktober 2013

Mit Herrenmode hat das Kultgefährt als eine Art „Accessoire“ nur indirekt zu tun. Dennoch ist es eng verbunden mit Modeströmungen und Zeitgeist.

Keine sah auf der Vespa so entzückend aus wie Audrey Hepburn, die darauf strahlend mit dem schneidigen Gregory Peck durch Rom kurvte.

Seither umweht die Vespa ein Hauch von Dolce Vita und Feriengefühl. Aber der Roller hat noch einiges mehr zu bieten.

Erfunden wurde die Vespa von Corradino D’Ascanio. Der entwickelte das Gefährt für die Firma Piaggio.

In der Nachkriegszeit sollte ein Fortbewegungsmittel entwickelt werden, das auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich wäre.

Leicht fahrbar und sparsam sollte es sein. Der begabte Laie sollte kleinere Reparaturen daran selbst ausführen können. Ein Reifenwechsel sollte eben so unkompliziert sein wie bei einem Auto.

Es wurde getüftelt und am 23.4.1946 wurde das Patent angemeldet und ein Siegeszug um die Welt begann. „Paperino“ (Entchen) taufte man das erste Modell.

Mit einem Hubraum von 98 cm³ kamen die ersten Vespas auf eine Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h.

Auch in Deutschland kamen die Motorroller vor allem bei jungen Leuten hervorragend an. So groß war die Begeisterung, dass sich die Lizenznehmer bei den Hoffmannwerken zu einem deutschen Plagiat hinreißen ließen und sich damit großen Ärger einbrockten.

In England entdeckten die Jugendlichen der Mods-Bewegung die Vespa für sich. Das Zweirad gehört ebenso wie das Dufflecoat oder der Parka zur „Standardausrüstung“ des Mods.

Unabhängig von den Modetrends sind Vespas ein ausgesprochen praktisches Gefährt für den Großstadtverkehr.

Parkplatzprobleme hat man kaum, den steigenden Spritkosten kann man beim minimalen Verbrauch getrost ins Auge sehen und so mancher Stau verliert mit dem flexiblen Untersatz seinen Schrecken.

Dank der richtigen Kleidung ist die Vespa bis in den tiefen Herbst hinein ein treuer Begleiter. Mit einer winddichten Jacke über dem italienischen Business-Anzug ziehen Sie so ganz sicher bewundernde Blicke auf sich.

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