Popeline-Jacken: Längst im 21. Jahrhundert angekommen!

am 23. Januar 2014

Manch einer denkt bei Mode aus Popeline direkt an beige Windblousons, die man fast für eine Rentneruniform halten könnte. Aber das besondere Material hat zu viele Vorteile, um nicht auch für trendige Mode benutzt zu werden.

Beispielsweise machen Sie in Fred Perry Jacken aus Popeline alles andere als einen altbackenen Eindruck!

Popeline zeichnet sich durch viele Vorteile aus. Der Stoff ist strapazierfähig, reißfest, schmutzunempfindlich, bügelleicht, quasi knitterfrei, pflegeleicht, winddicht, leicht und hat einen attraktiven Schimmereffekt. Ein echter Traum also!

Diese Eigenschaften machen den Stoff nicht nur für strapazierfähige Blousons oder langlebige Hemden interessant.

Popeline ist perfekt geeignet für Freizeitmode. Eine Cargo aus Popeline übersteht auch eine Wanderung durchs Unterholz ohne Risse oder andere Schäden.

Diese Qualitäten verdankt Popeline einerseits seinem Material: Meist benutzt man eine Mischung aus Baumwolle und Polyester. Aber auch aus Seide oder Wolle lässt sich Popeline herstellen.

Vor allem ist es jedoch die Webart, die den Stoff so besonders macht. Besonders robust und für Outdoorkleidung perfekt geeignet ist Popeline, wenn er aus Zwirn hergestellt wird.

Zwirn unterscheidet sich von Garn dadurch, dass er aus mindestens 2 Fäden gedreht wird und so besonders reißfest wird. Beim Vollzwirn wird der Stoff sowohl im Kett- als auch im Schussfaden aus Zwirn hergestellt.

Halbzwirn erhält man, wenn die Kettfäden aus Zwirn, der Schussfaden aber aus einfachem Garn besteht.

Popeline entsteht, wenn der Kettfaden beim Weben fein und dicht gespannt ist, der Schussfaden hingegen dicker – circa doppelt so dick – und weicher gedreht ist. Das Gewebe wird so besonders dicht und es entsteht ein Querrippeneffekt.

Einen interessanten Effekt erreicht man auch, wenn Kettfaden und Schussfaden nicht die gleiche Farbe haben. Den changierenden Effekt nennt man „buntgewebt“ oder Chambray.

„Erfunden“ wurde Popeline übrigens in Avignon zu Zeiten als der Papst dort seinen Sitz hatte. Die Bezeichnung leitete sich von Papeline („päpstlich“) ab. Der Stoff wurde zunächst fast immer aus Seide hergestellt und diente als Polsterstoff, der gleichzeitig edel und robust war.

Mittlerweile ist der Stoff ganz weltlich geworden und sollte in keinem Kleiderschrank fehlen!

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