Sioux – 60 Jahre auf „leisen Sohlen“

am 3. Juli 2014

So gar nicht auf dem „Kriegspfad“ ist man mit den hochwertigen Schuhen aus dem Hause Sioux mit ihrem hohen Tragekomfort unterwegs. Das bekannteste Modell ist wohl der Sioux Grasshopper. Herren und Damen wissen den Mokassin gleichermaßen zu schätzen und das Modell wurde weltweit mehr als 10 Millionen Mal verkauft. Nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten blickt man nun im schwäbischen Stammhaus des Unternehmens wieder verhalten optimistisch in die Zukunft. Mit 60 Jahren Erfahrung und einer bewegten Firmengeschichte soll es nun unter Führung von Geschäftsführer Lewin Berner wieder bergauf gehen.

1954 nahm sich Peter Sapper vor, die traditionellen Mokassins der nordamerikanischen Ureinwohner nach Deutschland zu bringen. Seine Firma benannte Sapper nach dem Volksstamm der Sioux. Schnell sorgten seine Schuhe für Furore. So war er der erste, der spezielle Schuhe für Autofahrer herstellte. Autofahrerhandschuhe waren damals schon bekannt, doch Schuhe, die speziell auf die Bedürfnisse für die immer größer werdende Zahl an Autofahrer zugeschnitten waren, gab es vor der Erfindung des Schuhs „Autoped“ im Jahr 1957 noch nicht. Die Rillensohle und die hochgezogene Ferse aus Kautschukkrepp sorgten für rutschfesten Halt auf den Pedalen und für weniger Verschleiß im Fersenbereich.

Im Laufe der Jahre wechselte das Unternehmen mehrfach den Besitzer und macht Höhen und Tiefen durch. Besonders brenzlig wurde es für Sioux im Jahr 2009 und 2010 als man haarscharf an einer Insolvenz vorbeischlidderte, die nur durch großes Verhandlungsgeschick und kompromissbereite Partner verhindert werden konnte.

Nun stehen die Zeichen auf Neuanfang. Unter Lewin Berner soll das Unternehmen jünger und moderner werden. Man strebt einen „sympathischen und frischen Look“ an und investierte in neues Design und ansprechende Werbekampagnen. Auch mit einem großen Preisausschreiben zum 60 jährigen Jubiläum sorgte das Unternehmen für wohlwollende Aufmerksamkeit. Innovationen und Engagement tragen erste Früchte und die 100 Mitarbeiter am Gründungssitz Walheim müssen nicht mehr um ihre Arbeitsplätze bangen. Auch weiterhin werden bei der Produktion in Portugal von 180 Mitarbeitern täglich etwa 1.300 Paar Schuhe hergestellt. Außerdem gibt es noch Werke in Italien und Indien. Dem sympathischen Traditionshaus sei der Erfolg gegönnt!

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