Stoffe, Rohstoff und Stoffdesigns von A-Z

am 18. Januar 2010

WĂŒrde man versuchen den Begriff „Stoff“ zu definieren, ausgehend von dem, was man unter Stoff in Zusammenhang mit Kleidung versteht, wĂ€re der Wortlaut wohl folgender: Ein aus Fasern gewebtes, gewirktes oder gestricktes und in Bahnen gerolltes Erzeugnis.

Doch dieses Erzeugnis weist je nach Herstellungsart und Verwendung ganz erhebliche Unterschiede auf. FĂŒr einen guten Hausmann zĂ€hlen vor allem die Reinigungseigenschaften eines fertig gestellten Textils. Ein Textilindustrielle interessiert sich mehr fĂŒr die Verarbeitungseigenschaften von Rohstoffen, und ein echter Gentleman legt neben all dem auch viel Wert auf das Stoffdesign.

Drei Perspektiven, drei Möglichkeiten Stoffe zu unterscheiden: Dieses Stofflexikon bietet alles Wissenswerte ĂŒber die wichtigsten Stoffe, deren Rohstoffe und die bekanntesten Stoffdesigns von A-Z.

A_B_C_D_E_F_G_H_I_J_K_L_M_N_O_P_Q_R_S_T_U_V_W_X_Y_Z

A

Acetat (Filamentgarn):
NatĂŒrliche Chemiefaser. Rohstoff gewonnen nach dem Acetatverfahren. Die Fasern sind Naturseide sehr Ă€hnlich. Stoffe aus Acetat sind knitterarm und weitgehend Schmutz abweisend. Acetat darf nur warm, am besten im halbfeuchten Zustand gebĂŒgelt werden (BĂŒgel ●). Bei einer Hitze ĂŒber 180°C schmilzt Acetat. Gelegentlich empfiehlt sich eine chemische Reinigung. Bei Fleckenentfernung ist auf acetonfreies Fleckenmittel zu achten, da Aceton Acetat auflöst.
Verwendung: Futterstoffe, Schals, Krawatten, Schirmstoffe

Acetatfaser:
NatĂŒrliche Chemiefaser. Der Rohstoff wird im Acetatverfahren gewonnen. Textilien aus Acetatfasern sind wollig, wĂ€rmend, dabei leicht und knitterbestĂ€ndig. HĂ€ufig wird die Faser mit Wolle vermischt. In den meisten FĂ€llen ist eine chemische Reinigung angebracht.
Verwendung: Oberbekleidung

B

Baumwolle:
Pflanzlicher Naturstoff. Rohstoff aus der Fruchtkapsel der Baumwollpflanze (Nord-, Mittel-, SĂŒdamerika, Ägypten, Indien). Baumwollstoffe können aufgeraut oder geglĂ€ttet werden. In letzterem Fall stellen sie eine preiswerte Alternative zu Leinen dar. Aufgeraute Baumwollstoffe wĂ€rmen. Baumwolle ist sehr haltbar und saugt Feuchtigkeit gut auf. Sie ist kochfest, farbecht und kann heiß gebĂŒgelt werden (BĂŒgel ●●●). Allerdings fusselt Baumwolle und ist wenig elastisch oder formbestĂ€ndig. Textilien mit einem hohen Baumwollanteil knittern leicht, laufen nach dem ersten Waschen ein, bei lĂ€ngerem Tragen beulen sie aus oder verziehen sich, Um Trageeigenschaften und Aussehen zu verbessern, wird Baumwolle veredelt.
Verwendung: AnzĂŒge, Hemden, Hosen, MĂ€ntel, Pullover

Blue Pinstripe:
Stoffdesign. „Der Klassiker“ – weiße Nadelstreifen auf blauen Grund. Gilt als Uniform fĂŒr Broker, Banker, AnwĂ€lte und Politiker.

Bouclé:
Knitterfester, sehr haltbarer Wollstoff mit noppiger OberflÀche.
Verwendung: KostĂŒme und MĂ€ntel

C

Chalkstripe: siehe Kreidestreifen

Chemiefaser:
Steht fĂŒr alle chemisch gewonnenen Fasern. Chemiefasern können aus natĂŒrlichen oder sythetischen Substanzen hergestellt werden. Dazu werden diese zunĂ€chst zu einer zĂ€hen FĂŒssigkeit, der Spinnlösung, verarbeitet. Anschließend wird diese Lösung durch feine DĂŒsen gepresst. Es entstehen sehr dĂŒnne FĂ€den, die zu einem Faden zusammengefasst werden.

Cord:
Gerippter Samt aus Baumwolle und Viskose. Cord ist sehr strapazierfÀhig. Darf beim Waschen aber nicht gewrungen werden.
Verwendung: Hosen, AnzĂŒge, Jacken, MĂ€ntel, Kinderkleidung

D

Dark Grey Pinstripes:
Stoffdesign. „Der Konservative“ – der dunkelgraue, fast schwarze Stoff ist die sehr konservative Variante der Pinstripes
Verwendung: AnzĂŒge fĂŒr den konservativen Auftritt

F

Filamentgarn:
Garn bestehend aus theoretisch unendlich langen Fasern (sog. Filamente).
Der Vorteil: Filamente mĂŒssen nicht verdreht werden, da sie auch so zusammenhalten.

Flanell:
Beidseitig leicht gerauter Stoff in Leinwandbindung aus Baumwolle, Viskose, Wolle.
Verwendung: AnzĂŒge, Sporthemden, Sportkleidung

Flausch:
Dicker, weicher Wollstoff mit aufgerauter Oberseite.
Verwendung: WintermÀntel, Jacken

Frottee:
Aus Schlingenzwirn hergestellt. Der Stoff hat eine raue, gekrÀuselte OberflÀche.
Verwendung: Badekleidung, nicht zu verwechseln mit Frottierstoff!

Frottierstoff:
Er erhÀlt seine Schlingen durch das Weben. Das Gewebe ist sehr saugfÀhig und weich.
Verwendung: Badekleidung, HandtĂŒcher

G

Gabardine:
Sehr haltbarer, feinfÀdiger, dicht gewebter Stoff in Körperbindung aus Baumwoll- oder Viskosekammgarn.
Verwendung: AnzĂŒge, KostĂŒme, MĂ€ntel

Glencheck:
Stoffdesign. International auch „Prince of Wales check“ genannt.
Ein farbiges Überkaro auf einem Glen-Urquhart-Karo. Der Glencheck hat seinen Ursprung in Schottland. Englische Großgrundbesitzer entwarfen diese sog. „district checks“ Muster auf Basis von Phantasiekaros. Aus Mangel eines in Schottland ĂŒblichen Clan-Musters, in das Angestellte gekleidet wurden. Das „Glen-Urgquhart-Karo“ gehört zu den LĂ€ndereien der „Countess of Seafield“. In England wird dieser Stoff vor allem fĂŒr SportanzĂŒge gewĂ€hlt. Im Kontinentalraum und auf der anderen Seite des Atlantiks trĂ€gt man ihn auch als weniger formelle Version eines Business-Anzuges.

Grey Pinstripes:
Stoffdesign. Beliebteste Alternative zum Blue Pinstripe.

J

Jeansstoff:
Derber, blauer Baumwollstoff in Körperbindung.
Verwendung: Jeanshosen, seltener Röcke, Jacken

Jersey:
Gewirkter Stoff aus Wolle oder Chemiefaser, knitterarm und sehr elastisch.
Verwendung: Sportkleidung, Damenmode

K

Kammgarn:
Aus langen Fasern, zumeist von Baumwolle oder Viskose, gesponnenes Garn. Das vorherige AuskÀmmen macht das Garn qualitativ hochwertiger.

Als Stoffdesign. Ohne Musterung, aber in praktische allen Gewichts- und Farbabstufungen erhÀltlich. Sollte sich nach Verwendungszweck des Anzuges richten. Dunkelblau und Grautöne sind am variabelsten, weil praktisch zu allen AnlÀssen passend.

Kaschmir:
Rohstoff. Feine, sehr weiche Faser, die aus dem Unterfell der Kaschmirziege gewonnen wird. Die Wolle wird nicht geschoren, sondern lediglich ausgekÀmmt.

Kreidestreifen: (engl. Chalkstripe)
Stoffdesign. Auf blauem Grund, der Klassiker fĂŒr doppelreihige AnzĂŒge.

L

Latex:
Sehr elastisches Gewebe, das mit GummifÀden verarbeitet ist.
Verwendung: Skihosen

Leder:
Echtes Leder ist ein Naturprodukt aus Tierhaut. Bei dem durch den Vorgang der Gerbung die Haut chemisch haltbar gemachte wird, wobei die natĂŒrliche Faserstruktur weitgehend erhalten bleibt.
Verwendung: Taschen, Jacken, Hosen

Leinen:
Pflanzlicher Naturstoff. Rohstoff aus dem Stengel der Flachspflanze (Europa).
Leinen und Baumwolle sind sich in vielerlei Hinsicht sehr Àhnlich. Der Gewinnungsprozess von Leinen ist jedoch sehr langwierig, was Leinen entsprechend teurer macht als Baumwolle.
Leinen ist sehr widerstandsfĂ€hig und lange haltbar. Leinenstoffe sind sehr glatt und haben einen natĂŒrlichen Glanz, wodurch sie Schmutz nicht so schnell annehmen. Der Stoff wirkt kĂŒhlend und ist, Ă€hnlich der Baumwolle, sehr saugfĂ€hig. Allerdings fusselt er nicht. Der Fall von Leinen ist steif. Textilien aus diesem Rohstoff sind ebenso wenig elastisch wie Baumwolle und knittern schnell. Jedoch sind sie formbestĂ€ndig. Leinen ist gleichfalls kochfest und kann heiß gebĂŒgelt werden (BĂŒgel ●●●). Genauer gesagt ist es sogar notwendig, Leinen auf der höchsten Stufe zu bĂŒgeln, wobei die WĂ€sche noch sehr gut durchfeuchtet sein muss, um sie zu glĂ€tten.
Verwendung: AnzĂŒge, Hosen

Loden:
Gewalkter Streichgarnstoff aus Wolle. Der Stoff wird imprÀgniert und dadurch wetterfest.
Verwendung: Sport- und Jagdkleidung, WettermÀntel

M

Microfaser:
NatĂŒrliche Chemiefaser. Rohstoff aus Cellulose. Die extrem feine Faser ist beinahe um die HĂ€lfte leichter als Seide. Microfaser-Gewebe sind so fein, dass keine Feuchtigkeit durchdringen kann. Textilien mit Microfasern sind daher wasserabweisend, winddicht und atmungsaktiv. DarĂŒber sind sie hinaus sehr strapazierbar, bei wenig Gewicht und weichem, fließendem Fall.
Verwendung: Sportkleidung

Modalfaser:
NatĂŒrliche Chemiefaser. Rohstoff, nach einem speziellen Viskoseverfahren gewonnen. Die Eigenschaften gegenĂŒber normaler Viskosefasern sind stark verbessert. Modalfasern sind formbestĂ€ndiger, knitterarm und pflegeleicht. Außerdem kochfest und in Vermischung mit Baumwolle, dieser in der Nassfestigkeit ebenbĂŒrtig. Modalfasern trocknen sehr schnell.
Verwendung: Hemden- und Blusenstoffe

Mohair:

Moleskin: (engl. Maulwurfsfell)
Ein robuster, recht schwerer, dabei weicher und anschmiegsamer Baumwollstoff in Atlasbindung mit hoher Schuss- und geringer Kettendichte. Nach dem Weben wird der Stoff linksseitig aufgeraut, was dem Stoff den weichen Griff verleiht.

N

Nailhead:
Stoffdesign. Ebenfalls ein Klassiker, der aber unauffĂ€lliger daherkommt, als die Pinstripes. Überwiegend in Grau- und Blaugrautönen.

Nylon:
Nylon ist eigentlich kein eigener Rohstoff sondern ein Handelsname fĂŒr ein Polyamid. Seine chemische Bezeichnung lautet: PolyhexamethylenadipinsĂ€ureamid. Als Nylon 1935 patentiert wurde, war es die erste synthetische Faser, die auch vollstĂ€ndig synthetisch hergestellt wurde. Am Anfang wurden noch ZahnbĂŒrsten daraus gefertigt, heute kennt man es vor allem von Strumpfhosen.

P

Popeline:
Feingerippter Stoff aus mercerisierter Baumwolle und Chemiefaser. Die Rippen entstehen durch Verwendung stÀrkerer SchussfÀden.
Verwendung: Herrenhemden, Blusen, Kleider, MĂ€ntel, Regenbekleidung

Polyacryl:
Synthetische Chemiefaser. Besonders leichte, weiche und wĂ€rmende Chemiefaser. Kommt der Wollfaser am nĂ€chsten. Polyacryl-Stoffe sind sehr licht- und wetterbestĂ€ndig. Waschbar nach Feinwaschverfahren, denn bei Temperaturen ĂŒber 40°C neigen die Fasern zum knittern.
Verwendung: Pullover, Jacken, Oberbekleidung

Polyamid:
Synthetische Chemiefaser. Die festesten Fasern ĂŒberhaupt, dabei sehr dehnfĂ€hig und elastisch. Allerdings können besonders weiße Textilien aus der Chemiefaser bei lĂ€ngerem Gebrauch und/oder falscher Pflege schnell vergilben oder vergrauen. Daher dĂŒrfen die Stoffe nur nach dem Fein- oder Heißwaschverfahren gewaschen und, wenn nötig, mĂ€ĂŸig warm gebĂŒgelt (BĂŒgel ●) werden.
Verwendung: Herrenhemden, RegenmÀntel, Sportkleidung

Polyester:
Synthetische Chemiefaser. Polyester ist ein sehr elastisches, knitterunempfindliches und lichtbestĂ€ndiges Material. Bei der Pflege richtet man sich nach der empfindlichsten Faserart, da die Chemiefaser hĂ€ufig mit anderen Fasern gemischt wird. Man darf aber nur warm bĂŒgeln (BĂŒgel ●●).

Alle synthetischen Fasern zeichnen sich durch eine besondere Festigkeit aus, die sie sehr strapazierfĂ€hig macht. Dadurch sind sie weitgehend pflegeleicht und brauchen bei richtiger Behandlung kaum gebĂŒgelt werden. Interessant ist an diesen Materialien, dass sie bei Temperaturen ĂŒber 170°C erweichen. Durch legen und pressen können den Textilien bei diesen Temperaturen z.B. dauerhafte BĂŒgelfalten festgesetzt werden. Die Textilien sind in der Regel leicht, formbestĂ€ndig und knittern nicht.

Nachteile synthetischer Fasern, die bei der Pflege unbedingt zu beachten sind:
Die Fasern neigen dazu, sich elektrostatisch aufzuladen, mit der Folge, dass die KleidungsstĂŒcke aneinander kleben. Die Verwendung eines WeichspĂŒlers mindert diesen Effekt. Bei lĂ€ngerem Tragen kommt es hĂ€ufig zum sog. „Pillingeffekt“, d.h. herausstehende Fasern verklumpen zu kleinen Knötchen. Außerdem ist bei offenen Flammen Ă€ußerste Vorsicht geboten, da die Fasern schnell schmelzen und somit eine hohe Verbrennungsgefahr besteht.

S

Samt:
Gewebe, dessen OberflÀche aus kurzen, senkrecht stehenden Fasern (sog. Flor) gebildet wird, die in die Grundgewebe eingewebt sind. Die Flordecke entsteht durch Aufschneiden der FlorfÀden. Samt wird aus Baumwolle, Wolle, Viskose, Seide oder synthetischen Chemiefasers hergestellt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Stoffen ist Samt sehr druckempfindlich.
Verwendung: Kleider, MĂ€ntel, KostĂŒme, Hosen, Besatz, modisches Beiwerk

Schurwolle:
Rohstoff. Wolle, die durch das Scheren von Schafen gewonnen wird. Die erste Schur eines Tieres liefert eine besonders weiche Wolle.

Seide:
Tierische Naturfaser. Rohstoff aus dem Kokon der Seidenraupe. Die Gewinnung ist ausgesprochen kostspielig und langwierig. Reine Seide ist entsprechend teuer.
Reine Seide ist fein, weich und hat einen edlen Glanz. Sie ist sehr widerstandsfĂ€hig und weist von allen Naturfasern die höchste Reiß- und Scheuerfestigkeit auf. Sind die Seidenstoffe verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig beschwert, sind sie sehr knitterarm. Allerdings ist Seide empfindlich gegen Schweiß und Hitze, sodass sie nur im Feinwaschverfahren vorsichtig gewaschen werden sollte. Besser ist es, Seide chemisch reinigen zu lassen. Zum BĂŒgeln muss die Seide feucht sein und darf nur bei mĂ€ĂŸiger Hitze geglĂ€ttet werden (BĂŒgel ●●).
Verwendung: Bedingt durch den hohen Preis vor allem fĂŒr elegante Kleider, Blusen, Schals und Krawatten

Shetland:
Leichter, weicher Wollstoff. Wegen der leicht gerauten OberflÀche ist die Körperbindung kaum zu erkennen.
Verwendung: Kleider, KostĂŒme, MĂ€ntel

Spinnfasern:
Auch Stapelfasern genannt, bestehen aus endlich langen Fasern, die zu einem Garn zusammen gesponnen oder verdreht werden.

T

Taft:
Dichter, gewebter Stoff aus Seide oder Chemiefaser in Leinwandbindung, der steif fÀllt.
Verwendung: Kleider, Blusen, vor allem als Futterstoff

Tweed:
GrobfÀdiger, weicher Wollstoff dessen Garn hÀufig meliert, d.h. aus verschieden farbigem Material hergestellt wird.
Verwendung: KostĂŒme, MĂ€ntel, AnzĂŒge, Jacken

V

Viskose (Filamentgarn):
NatĂŒrliche Chemiefaser. Rohstoff aus Holz, der nach dem Viskoseverfahren gewonnen wird. Viskose weist Ă€hnliche Eigenschaften, wie die Baumwolle auf, ist dabei aber um ein vielfaches preiswerter. Sie lĂ€sst sich gut fĂ€rben, bedrucken und knitterarm veredeln. Die glatten FĂ€den nehmen Schmutz nicht so schnell an. Nass zeigt die Viskose allerdings weniger Festigkeit und sollte daher vorsichtig nach dem Feinwaschverfahren gewaschen werden. BĂŒgeln sollte bei mĂ€ĂŸiger Hitze erfolgen (BĂŒgel ●●).
Verwendung: Kleiderstoffe, Futterstoffe, Krawatten, Schals

Viskosefaser (Spinnfaser):
NatĂŒrliche Chemiefaser. Nach dem Viskoseverfahren gewonnener Rohstoff. Im Gegensatz zu Filamentgarn werden Spinnfasern ineinander verdreht, bzw. versponnen. Viskosefasern weisen grundsĂ€tzlich die gleichen Eigenschaften auf wie Viskose. Praktisch alle wichtigen natĂŒrlichen Rohstoffe können mit Viskosefasern imitiert werden. DarĂŒber hinaus haben die Fasern eine höhere Festigkeit als Viskose und können je nach FĂ€rbung und Verarbeitung auch im Heißwaschverfahren behandelt werden.
Verwendung: Kleiderstoffe, Strickwaren, Mantel- und KostĂŒmstoffe

Vlieseline:
Vliesstoff, also kein Gewebe. Die Natur- oder Chemiefasern werden durch chemische Bindemittel zusammengefĂŒgt. Schnittkanten fransen daher nicht aus.
Verwendung: Einlagematerial fĂŒr Oberbekleidung

Voile:
Leinwandbindiges, feines Baumwollgewebe mit eingewebten Streifen oder Karomuster.
Verwendung: Herrenhemden, Blusen, SchĂŒrzen

W

Wolle:
Tierischer Naturstoff. Rohstoff aus den Haaren von Schafen. In seltenen FĂ€llen auch von Ziegen, Kamelen oder Kaninchen.
Je nach Rasse unterscheidet sich die gewonnene Wolle nach KrÀuselung, Feinheit, ElastizitÀt, Farbe und Glanz. Die erste Schur eines Schafes wird Lambswool genannt und ist deutlich feiner und weicher als die Wolle spÀterer Schuren. Wollfasern sind sehr elastisch und knitterarm. Stoffe aus Wolle sind sehr wÀrmend Das hÀngt mit der Beschaffenheit der Wollfaser zusammen.
Wolle wird gerne fĂŒr Wetterkleidung verwendet, da sie bis zu 40% ihres Gewichtes als Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne sich dabei feucht anzufĂŒhlen. Leichte Wollstoffe haben einen weichen, fließenden Fall. Wolle ist weniger widerstandsfĂ€hig und verfilzt schnell. GrundsĂ€tzlich vertrĂ€gt Wolle nur Temperaturen bis 30°C, braucht ein mildes Waschmittel und wenig Bewegung beim Waschgang. Und auch beim BĂŒgeln darf nur mĂ€ĂŸige Hitze verwendet werden (BĂŒgel ●●). Aber auch das Einwirken von Schweiß kann Wolle verfilzen, wobei sich die Fasern unlöslich ineinander verschlingen. In diesem Fall verlieren die Textilien ihre schöne OberflĂ€che, werden unelastisch und laufen ein. Diese Eigenschaft kann man sich aber fĂŒr die Herstellung von Tuchen und Filzen zunutze machen. Inzwischen gibt es aber auch Woll-Textilien, die dank Veredelung nicht mehr verfilzen.
Verwendung: Kleidung, die wĂ€rmen soll, wie z.B. WintermĂ€ntel, AnzĂŒge, KostĂŒme, Kleider, Strickkleidung, Unterkleidung, Skisocken etc.

Autor: NaF


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