Alles rund, oder was? Kleine Ball-Kunde!

am 13. Juli 2017

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Er ist meist rund, manchmal oval oder auch kugelförmig, und entweder aus Leder, Gummi oder Kunststoff gefertigt: Der Ball. Das Wort selbst kommt ĂĽbrigens aus dem Germanischen und heiĂźt ĂĽbersetzt “anschwellen“. Soviel zur Bedeutung. Aber hätten Sie gewusst, wo die verschiedenen Spielbälle eigentlich herkommen?

DER FUSSBALL – DAS RUNDE INS ECKIGE!

Das älteste Modell stammt etwa aus dem Jahr 1540, aus dem Privatbesitz von Maria Stuart (1542 – 1587). Ob die schottische Königin wohl selbst gekickt hat? Wie auch immer – bis ins 20. Jahrhundert hatte der Ball eher die Form eines Eies. Bis zur WM 1954 wurde er zunehmend runder und schlieĂźlich aus gegerbtem (statt gefettetem) Leder gefertigt. Der heutige FuĂźball aus synthetischem Material, immun gegen Nässe, wurde erst ab 1986 eingesetzt – seitdem hat das gute alte Leder ausgedient.

DER TENNISBALL – SPIEL, SATZ UND SIEG!

Der erste Tennisball tauchte 1870 auf und wurde zunächst mit Pferdehaaren gefüllt. Später fügte man Kautschuk und Flanell hinzu, um ihn stabiler zu machen. Ursprünglich gab es den Ball in Schwarz oder Weiß. Damit die Zuschauer das Spielgerät im Fernsehen besser erkennen konnten, entschied sich die ITF (International Tennis Federation) 1970 für ein auffälliges Gelb. Der heutige Tennisball ist aus Gummi, umgeben von einer Filzschicht. Je nach Variante wird er innen mit Gas gefüllt oder mit normaler Luft.

BASKETBALL – FROM COAST TO COAST!

Bereits die Inkas spielten vor über 1.000 Jahren mit einem ähnlichen Ball, den sie durch einen Ring warfen. Die eigentliche Geburtsstunde war jedoch 1891, kreiert durch den Kanadier Dr. James Naismith. Der damalige Basketball diente zunächst als Alternative zum Football und war lediglich zum Trainieren für die Wintermonate gedacht. 1896 kam er nach Europa – in Deutschland spielte man übrigens zum 1. Mal damit in Braunschweig. Bereits seit 1936 ist Basketball fester Bestandteil der Olympischen Spiele.

GOLFBALL – HOLE IN ONE AGAIN!

Seinen Ursprung hat der kleine weiße Ball zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert – damals aus Holz gefertigt und mit Werkzeugen grob gerundet. König James II verbot jedoch das Spielgerät, damit sich seine Untertanen mehr mit Pfeil und Bogen beschäftigten. Dennoch übten Aristokraten den Sport weiter aus. Ab 1910 schossen Produktionsstätten für Golfbälle in England und Schottland wie Pilze aus dem Boden. Daraus entwickelte sich die moderne Form des Modells, welches wir heute kennen.

Text: Rebecca Kapfinger, Redaktion

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