DAS WIESN-KONTRASTPROGRAMM: KULTUR VON AVEDON BIS DOUGLAS

am 22. September 2014

Richard Avedon - Wandbilder und Portraits

Richard Avedon - Wandbilder und Portraits

MĂŒnchen steht dieser Tage ganz im Zeichen des grĂ¶ĂŸten Volksfestes der Welt. Aber auch fernab der Wiesn lohnt sich ein Besuch der bayerischen Landeshauptstadt. Wir haben fĂŒr Sie zwei derzeit höchst interessante Ausstellungen zusammengefasst, sozusagen ein „Wiesn-Kontrastprogramm“:

RICHARD AVEDON: Wandelbilder und PortrÀts
Nur vier U-Bahn-Stationen von der Theresienwiese, dem traditionellen Schauplatz des Oktoberfests entfernt befindet sich das 2009 eröffnete Museum Brandhorst. Anstatt tausender lautstark feiernder Menschen erwartet den Besucher hier völlige Ruhe, die zum entspannten Betrachten der aktuellen Ausstellung einlĂ€dt: ‘Richard Avedon. Wandbilder und PortrĂ€ts’ zeigt noch bis zum 9. November 2014 eine spannende Werkauswahl des Fotografen.

Avedon gilt als einer der bedeutendsten sowie einflussreichsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten fĂŒr Zeitschriften wie Harper’s Bazaar und Vogue oder auch Werbekampagnen fĂŒr Gianni Versace zeugen von einer lebendigen Inszenierung von Modetrends.

Die MĂŒnchner Ausstellung fokussiert sich jedoch auf sein Wirken fernab der Modefotografie. Dies dokumentieren drei von vier ausgestellten Wandbildern, die mit einer Breite von sechseinhalb und zehn Metern und einer Höhe bis drei Metern beeindrucken. Die Darstellungen zeigen die sozialen und politischen Unruhen und VerĂ€nderungen in den USA zwischen 1969 und 1971. Darunter finden sich „Allen Ginsberg’s Family“ oder „Andy Warhol and members of the The Factory“. Aber auch bewegende PortrĂ€ts aus den 50er Jahren lassen uns Brigitte Bardot, Truman Capote, Bob Dylan oder Marilyn Monroe durch die Linse Avedons sehen. Die Werkgruppen einer psychiatrischen Klinik in Louisiana und „In the American West“ dokumentieren hingegen die soziale Seite des 2004 verstorbenen KĂŒnstlers.

Weitere Informationen zu der aktuellen Ausstellung im Museum Brandhorst finden Sie hier.

 

Stan Douglas - Photos

STAN DOUGLAS – Mise en scĂšne
Der kanadische KĂŒnstler Stan Douglas begeistert mit einer hochkomplexen Inszenierung aus Musik, Film, Theater, Fotografie und digitalen Formaten. Das Haus der Kunst, das mit der direkten Nachbarschaft zum Englischen Garten lockt, stellt Douglas‘ Werkserien vor, die durch ihre VielfĂ€ltigkeit keinem Medium zuzuordnen sind. Und genau das ist auch der Reiz seiner Arbeiten: So erzĂ€hlt die Video-Musikinstallation „Luanda-Kinshasa“ eine fiktive Geschichte ĂŒber die Jazz-Legende Miles Davis – mit Sicherheit eine der Hauptattraktionen der Ausstellung!

Ganz neu fĂŒr den KĂŒnstler ist hingegen die Theaterproduktion „Helen Lawrence“, in der die Schauspieler in eine computergenerierte Umgebung eingefĂŒgt werden. Zeitgleich findet hierzu ein Gastspiel in den MĂŒnchner Kammerspielen statt. Weitere Themen wie „Disco Angola“ sind aufgrund ihrer interessanten Themengestaltung ein StĂŒck sehenswerte Geschichte, kunstvoll inszeniert. Die Ausstellung findet noch bis zum 12. Oktober in MĂŒnchen statt.

Weitere Informationen zum Haus der Kunst mit weiteren Ausstellungen finden Sie hier.

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