DER RICHTIGE BEAT: 50 JAHRE „THE WHO“

am 12. Februar 2014

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Diese Rock-Legenden haben Meilensteine der Musikgeschichte hautnah miterlebt und vielmehr: mitgestaltet! Roger Daltrey, Keith Moon, Pete Townshend und John Entwistle – das Quartett um „The Who“ zählen noch heute als die groĂźen Player der Rockmusik.

DIE „RADAU-COMBO“
Die erste Formation entstand bereits zu Schulzeiten – 1959 gründete Roger Daltrey in Nordwesten Londons die Schulband „The Detours“. Der Bassist John Entwistle und Gitarrist Pete Townshend stießen 1961 und 1962 dazu, wenig später folgte Schlagzeuger Keith Moon. Ihr erster Fernsehauftritt unter dem Bandnamen „The Who“ sorgte direkt für große Aufmerksamkeit: Am Ende zerschmetterten die impulsiven Musiker ihr komplettes Equipment. Spektakuläre Auftritte und die aggressivere Variante britischer Rockmusik kamen an, ihr ganz eigener Musikstil definierte sich 1964 unter „Maximum R&B“.

„I Can´t Explain“ und „Anyway, Anyhow, Anywhere“ schlugen beim jungen Beat-Publikum ein. „My Generation“ wurde zur Hymne der englischen Jugend. Die 1969 von hauptsächlich Pete Townshend geschriebene und kommerziell erfolgreiche Rockoper „Tommy“ wurde mit Musikern wie Tina Turner, Elton John und Eric Clapton sowie Schauspieler Jack Nicholson verfilmt. Dies und ihr legendärer Woodstock-Auftritt, den die Band erst im frühen Morgengrauen beendete, waren ihre finanzielle Rettung. Denn die expressiven und kostspieligen Zerstörungsorgien ihrer Instrumente haben im Vorfeld zu erheblichen Geldproblemen geführt.

Weitere Hits und Alben wie “Who`s Next“ folgten und machten die Formation zum einflussreichen Klangapparat nachstehender Generationen und Musikgenres. In diesem Jahr feiert die Band, aus deren Originalbesetzung nur noch Gitarrist Pete Townshend und Roger Daltrey leben, das 50. Band-Jubiläum.

THE WHO UND DIE MODS
Während den Anfängen von „The Who“ entwickelte sich eine ebenso expressive Subkultur: Der Modernist, kurz Mod. Eine Jugendbewegung der Arbeiterklasse und Mittelschicht, die eines verband: Das gemeinsame Interesse an Musikstilen wie Soul, R&B, Ska, Jazz und Beatmusik. Schnell wurden Bands wie „The Who“ Sinnbild der Bewegung, die mit einem anspruchsvollen Kleidungsstil, maßgeschneiderten Anzügen, Markenkleidung und den typischen Motorroller den eigenen, sozialen Background in den Hintergrund stellen wollten. Tagsüber konservativ und abends wildes Tanzen und Randale: Ein gegensätzlicher Lifestyle, zu dem „The Who“ den authentischen Soundtrack lieferte. 

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