PRICKELN AUSVERSEHEN – DIE GESCHICHTE DES CHAMPAGNERS

am 29. Dezember 2014

Champagner: Dom Perignon

Er ist das perfekte Getränk, um auf das neue Jahr anzustoßen, sorgt für prickelnde Momente und steht für genussvollen Luxus: Champagner! Wussten Sie aber, dass der französische Schaumwein einst ein Merkmal schlechter Qualität war? Wie Champagner zu schillerndem Ruhm gelangte, was ein Mönch damit zu tun hat und warum die Flaschengröße über seinen Hochgenuss bestimmt, lesen Sie hier:

CHAMPAGNER – ALLES EINE FRAGE DER GÄRUNG
Am Anfang waren es die Römer, die bereits vor 1500 Jahren den Boden der Champagne mit Rebstöcken bepflanzten. Der begehrte Wein, den sie daraus herstellten, war jedoch vorwiegend still. Die prickelnde Note, die den Wein zum Champagner macht, entdeckte man im 17. Jahrhundert eher durch Zufall. Denn die im Norden Frankreichs spät reifenden Trauben verursachten, dass der Wein vor Wintereinbruch nicht vollständig gären konnte. Im Frühjahr setzte bei wärmeren Temperaturen die Gärung wieder ein. Das dabei entstandene Kohlendioxid konnte in Holzfässern entweichen, jedoch nicht in Glasflaschen. Es entstand Schaumwein, der damals als nicht qualitativ einwandfreier Wein galt, jedoch an den europäischen Königshöfen größten Anklang fand.

Der Benediktinermönch Dom Perignon war es dann, der sich während seiner Anstellung als Kellermeister in der Abtei Saint-Pierre d’Hautvillers der Perfektion des Weines aus der Champagne widmete. Seine Erkenntnis: Die Mischung verschiedener Trauben garantiert die sogenannte „Cuvée“, also die beste Champagner Qualität.

Ein Makel hatte das Getränke mit dem prickelnden Inhalt jedoch: seine trübe Färbung. Grund dafür waren die Hefezellen, die nach der Gärung in den Glasflaschen blieb. Veuve Clicquot, die Witwe des Kellereibesitzers Francois Clicquot, hatte die Lösung für das ästhetische Problem: Die bis heute verwendete Technik des Rüttelpultes sammelte die Hefe im Flaschenhals. Das Entfernen war jetzt ein Leichtes, der Champagner wundervoll transparent. Veuve Clicquot steht bis heute für ausgezeichneten Champagner. Berühmte Häuser wie Ruinart, Moet & Chandon, Bollinger, Taittinger, Heidseick oder Pommery, der den trockenen Champagner „Brut“ lieferte, folgten mit edlen Eigenkreationen des spritzigen Weines.

CHAMPAGNER – ES PRIKELT IN GRÖßEN
Neben der Standartgröße von 0,75 Liter gibt es eine Vielzahl von Flaschengrößen, die eine wesentliche Rolle im Alterungs- und Reifeprozess spielen. Umso weniger Raum unter dem Korken im Verhältnis zum Flascheninhalt ist, umso besser ist die Qualität und der Geschmack des Champagners. Jedoch bedeutet dies nicht automatisch, dass die größte Flasche den besten Geschmack liefert – Flaschen mit Fassungsvermögen über drei Litern werden aus mehreren Flaschen gefüllt, da der Gärungsprozess nur in kleineren Flaschen stattfindet. Die verschiedenen Flaschengrößen finden Sie in unserer Übersicht – ein Wissen, mit dem Sie sicherlich am Silvesterabend glänzen können!

0,2 Liter: Quart
0,375 Liter: Demi
0,75 Liter: Standard
1,5 Liter: Magnum
3 Liter: Doppelmagnum/ Jeroboam
4,5 Liter: Rehoboam
6 Liter: Methusalem oder Imperiale
9 Liter: Salmanazar
12 Liter: Balthazar
15 Liter: Nebukadnezar
18 Liter: Melchior oder Goliath
26,25 Liter: Souverain
27 Liter: Primat
30 Liter: Melchisedech

Wir wĂĽnschen Ihnen einen guten Rutsch in das neue Jahr!

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