Flaggen hissen und Segel setzen

am 9. Juni 2016

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SO ĂśBERLEBT DER NICHT-SEGLER DEN SEGEL-TĂ–RN

„Klar zum Ablegen. Alles an Deck!“ Für bootbegeisterte Männer ist das der ultimative „Auf die Plätze! Fertig! Los!“-Ruf zum Höhepunkt des Jahres: Dem Segel-Törn! Für den Rest, der ohne Ahoi-Kenntnisse trotzdem mit an Bord muss, steht der absolute Tiefpunkt bevor … wie überlebt man(n) diesen Trip?

ALLER ANFANG IST SCHWER

Bevor der Nicht-Segler aktiv an Bord mit eingebunden werden kann, sollte er folgende Tipps & Tricks beachten – die machen nämlich das Zusammenleben mit einer Gruppe auf engstem Raum (äh Boot) um einiges angenehmer:

  • Ich packe meinen Koffer mit … lediglich dem Allernötigsten! Denn Platz ist an Bord wirklich nicht viel.
  • Frisches Wasser ist ebenso begrenzt auf dem Boot – daher nur im Notfall an Bord duschen und lieber die sanitären Einrichtungen am Hafen nutzen.
  • Unbedingt mit mĂĽssen: Ohrstöpsel (bei einem Männer-Segel-Trip ist es wahrscheinlich, einen Schnarcher dabei zu haben), eine Packung Vomex (besonders anfangs wird jeder mal seekrank) und auf jeden Fall genug Sonnencreme, damit man(n) nicht als Hummer zurĂĽckkommt!

LEINEN LOS & GEMĂśSE IN DER KOMBĂśSE

Auch der Nicht-Segler muss „Mithelfen, wo es nur geht!“. Er ist automatisch Teil der Crew und sollte daher von Anfang an mit anpacken. Keine Sorge, er wird nicht gleich die Nachtwache zugeschoben bekommen – einfache Aufgaben, wie Schoten einholen und beim Anlegemanöver helfen reichen erst mal völlig! Und wenn er dafür nicht stark genug ist, bleibt noch der Job des Smutje übrig: Die anderen (hart schuftenden) Matrosen können nämlich ganz schnell zur Diva werden, wenn sie hungrig sind. Also ab in die Kombüse und ran an den Herd …

REDEN IST NICHT IMMER SILBER …

Um möglichst viel mitreden und kluge Beiträge zur Situation leisten zu können, sollte man(n) sich unbedingt vorab schon auf den Törn vorbereiten! Extrem wichtig ist es, sich davor mit dem Segel-Jargon vertraut zu machen: Mit Lee ist nämlich nicht der Kampfsportler Bruce gemeint, beim Auge handelt es sich keinesfalls um das menschliche Seh-Organ und der Baum wächst auch nicht mitten auf dem Meer. Ganz zu schweigen vom Kielschwein, das kein Tier aus dem Norden ist …

REGELN SIND DA, UM GEBROCHEN ZU WERDEN!

Natürlich kann man(n) sich auch mal einen Spaß erlauben. Am besten fängt man(n) fröhlich an zu pfeifen, denn das versetzt den Rest der Besatzung garantiert in Angst und Schrecken! Wieso? Naja, es gibt eigentlich keinen Schiffs-Katastrophen-Film, bei dem nicht kurz vorm Unglück ein Seemann pfeifend das Deck entlang schlendert. Bei einer humorvollen Crew kommt der Scherz vielleicht ganz gut, bei eingefleischten Seefahrern ist Pfeifen an Bord ein absolutes No-Go!

HINTER DEM HORIZONT

Trotz all den Strapazen, die den Nicht-Segler an Bord erwarten: Es gibt nichts schöneres, als an lauen Sommer-Abenden an malerischen Häfen anzulegen, den ein oder anderen Seemanns-Trunk in der Segler-Bar zu genießen und am nächsten Morgen in aller Frische dem Sonnenaufgang am Horizont entgegen zu segeln …

Text: Stephanie Liebl, Redaktion

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